Göttlich verdammt …

… BESCHEUERTER TITEL.

Mal wieder ein Beispiel, wie behämmert deutsche Titelübersetzungen sein können.

Stellt euch einmal vor, ihr lest ein Buch. Es ist ein gutes Buch, ein wirklich richtig gutes Buch. Und dann unterhaltet ihr euch mit einer Freundin über dieses Buch und die Freundin sagt: „Wow, das klingt ja interessant. Wie lautet denn der Titel?“

Und ihr sagt: „Ähm … naja, der Titel lautet … Göttlich verdammt.“

 

Zirp zirp.

 

Dann setzt ihr aber noch schnell hinterher: „Aber im Englischen, da heißt das Buch Starcrossed.“

Wie cool ist denn bitte dieser Name?! Und why the hell haben sie den nicht einfach beibehalten, als sie das Buch von Josephine Angelini ins Deutsche übersetzten? Das ist, als hätten sie Harry Potter and the Half Blood Prince im Deutschen als Harry Potter und sein Herzschmerz mit Cho und Ginny herausgebracht!

Genauso, wie diese bescheuerten Untertitel, die es im Englischen einfach gar nicht gibt! Das regt mich jedes Mal auf, wenn ich ein Plakat im Kino sehe. Mittlerweile sind die Kinofilme – glücklicherweise, finde ich – so sehr verdenglischt, dass sie oft den englischen Titel beibehalten, aber warum müssen sie dann noch einen Untertitel hinzufügen?! Der meiner Meinung nach wohl bescheuertste Untertitel ist der von „White House Down“ – Die Welt in Gefahr. Hallo?! Ganz egal, ob die Welt tatsächlich in Gefahr ist, White House Down klingt schon reißerisch genug, da muss man es nicht noch übertreiben.

Aber ich schweife ab. Die Geschichte, welche ich heute loben möchte, ist die der sechzehnjährigen Helen, die mit ihrem Vater auf einer kleinen amerikanischen Insel lebt. Als eine neue Familie auf die Insel zieht, geschehen höchst seltsame Dinge. Vor allem, da Helen alles daran setzt – warum auch immer -, einen der neuen Inselbewohner, den gleichaltrigen, unglaublich gutaussehenden Lucas, umzubringen. Man kann sich wohl denken, wohin sich das entwickelt.

Ich mit meiner angeborenen Abneigung für zu viel Romantik zögerte erst mal einige Tage aufgrund des Buchcovers im eBook-Store, entschied mich dann allerdings doch aus Neugier, den ersten Band zu kaufen und oh mein Gott … dieser Ausdruck trifft in diesem Buch natürlich den Nagel auf den Kopf, aber dass ich das Buch so suchteln würde, hätte ich nicht gedacht! Innerhalb einer Woche hatte ich Band eins und zwei fertig gelesen und Band drei dann nach zwei weiteren Wochen. Ich muss schon sagen, richtig schnulzige Liebesgeschichten sind echt nicht mein Ding, aber Jospehine Angelini schaffte es, mich seelisch so mit den beiden leiden zu lassen, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte, zu lesen.

Für alle, die die griechische Mythologie ansatzweise kennen, ein bisschen Romantik vertragen können und eine richtig spannende Geschichte über Krieg und Frieden im Sparta-Sinn nicht ablehnen, ist die „Göttlich-Trilogie“ genau das Richtige als Urlaubslektüre.

 

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

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4 Gedanken zu „Göttlich verdammt …

  1. Ich musste gerade herzlich über deinen Harry-Potter-Titel lachen. Ich fand die Göttlich-Trilogie auch sehr gut zu lesen und sie hat mir gefallen. Manchmal war es mir aber zu schnulzig und leider auch dämlich. 😉

    Liebe Grüße und einen schönen Tag
    wünscht die Tintenelfe

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