Hoffnung

Stellt euch eines vor: Ihr wandert durch wunderschöne, grüne Täler und Wiesen, lernt neue, nette Leute kennen, sogar eine Familie.

Eine Familie, die es zwei Wochen später nicht mehr geben wird.

Ihr übernehmt außerdem die Schulpatenschaft für ein sechsjähriges Mädchen, damit es in kilometerweit entfernte Internat gehen kann, eure Eltern schicken sogar Geld von Deutschland, um dem Kind eine Zukunft bieten zu können. Damit es seinen 14 Familienmitgliedern eine bessere Welt ermöglichen kann.

Und dann kommt ein Erdbeben. Ein Erdbeben, welches das Kind, die kleine Palmu, und 11 weitere aus ihrer Familie in den Tod reißen. Vater, Mutter, Kinder, Geschwister, Tante, Onkel, alle tot.

Zurück bleiben der völlig traumatisierte Opa Pema, zusammen mit seinen verbliebenen 2 Söhnen. Sie haben nichts mehr außer die Kleider, die sie tragen. Ihr Haus, ihre Familie, ihr Dorf, das gesamte Langlang-Tal in Nepal wurde innerhalb weniger Stunden dem Erdboden gleich gemacht.

Diese – schrecklicherweise wahreGeschichte erzählte mir vor ein paar Stunden eine Arbeitskollegin. Sie war es, die ihrem Sohn Geld für Palmus Schule schickte und sich darüber freute, ein anderes Leben glücklich zu machen.

 

Ich muss zugeben, ich war schockiert. Natürlich habe ich vorher schon von dem Erdbeben gehört oder gelesen. Doch wenn den unzähligen Todesopfern dann aber ein Gesicht gegeben wird – und das noch dazu das Gesicht eines sechsjährigen Mädchens –, dann trifft es einen schwerer als die bloße Nachricht.

Auch das gehört zum Thema Storyaddicted. Es sind nicht nur Geschichten, die niemals passiert sind, sondern auch solche, die gerade noch passieren und mich berühren.

Am Freitag kommt der eigentliche Blogeintrag zu Storyaddicted, aber ich war heute morgen so berührt von dieser traurigen Geschichte, dass ich diesen Eintrag verfassen musste. Ich will hier keine Spendenkampagne ins Leben rufen – mal ehrlich, bei meinen wenigen Followern wäre ich ein wenig realitätsfern, das zu glauben. Ich wollte euch nur von dieser Geschichte erzählen, die mich gerade beschäftigt.

Ich selbst habe auf der Internetseite, die meine Arbeitskollegin eröffnet hat, 15 € gespendet. Es ist bei Weitem nicht genug und auch nicht wirklich viel, aber es ist ein Anfang. Deshalb heißt auch dieser Beitrag Hoffnung. Denn ich will mit diesem auf den ersten Blick mickrigen Betrag Menschen Hoffnung geben, die gerade keine mehr haben. Ich für meinen Teil denke, dann ist es egal, wie viel man spendet, Hauptsache, man tut es.

Wer Interesse an Spenden oder einfach an dieser tragischen Geschichte hat, der kann sich die Seite hier anschauen.

Liebe Grüße und Hakuna Matata (wenn auch schweren Herzens)

Isabella

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