Das richtige Medium

Nein, heute möchte ich mich nicht über Voodoo, Seancen oder Ähnliches auslassen, sondern über die Medien des Social Networks.

Da hätten wir natürlich zum einen Facebook, Instagram, Twitter und was es sonst noch so alles gibt, um sich öffentlich zu blamieren.

Angefangen hat die Sache mit dem Internet bei mir allerdings wie bei vielen meines Jahrgangs mit ICQ. Hach, wie gern ich Zoopaloola noch einmal spielen würde, dieses lustige Spiel mit den Tieren auf Schwimmreifen! Naja, öffentlich in Erscheinung treten ist das ja eigentlich nicht, also weiter geht’s.

Dann kam die SVZ Phase, wobei ich gestehen muss, dass ich noch immer sehnsüchtig an die lustigen Gruppen denken muss, denen man dort beitreten konnte. Gruppen, wie „Franz Xaver, zügle dich oder dein Violinunterricht wird gestrichen!“, „Was kostet die Welt?! Achso…Hm, dann nehm ich ’ne kleine Cola!“, „80% meines Lernaufwandes ist organisierter Selbstbetrug“ oder „Wenn alle Stricke reißen werde ich halt Pokemon Trainer!“.  In all diesen Gruppen war ich übrigens Mitglied … Wobei das bei mir eigentlich auch nur zum Chatten genutzt wurde.

Und dann kam Facebook.

Ich muss zugeben, ich HASSE Facebook wie die Pest und habe es nur, um informiert zu sein. Außer regelmäßige Profilbildänderungen jedes halbe Jahr passiert bei mir nicht viel … halt, ich habe die spärlichen Likes an Filmstarts und Elbenwald vergessen, zu denen ich mich hin und wieder durchringe. Das ist auch meine Hauptbeschäftigung dort: Die Beiträge dieser beiden Seiten zu lesen. Seit einiger Zeit verwalte ich dann auch noch die Facebook-Seite unseres örtlichen Heimatvereins. Daher habe ich lange überlegt, ob ich für „Zeitsteinwirrwarr“ eine eigene Facebook-Seite gründen sollte. Cool wäre es gewesen, für Amy Stanleys selbst einen Account zu gründen, aber das war mir dann zu viel Arbeit… Da aber jeder eine Facebookseite hat (selbst für seinen Hund, seine Katze oder seinen Goldfisch!), habe ich jetzt halt auch eine. Meh.

Zwischendurch kam dann mal Instagram auf. Ach ja, Instagram. Ich enthalte mich an dieser Stelle jeglicher Meinung zu Instagram, weil ich des Meckerns überdrüssig bin, um es mal etwas wohlwollender zu formulieren. Ich besitze zwar noch einen Instagram-Account und die App ist noch immer auf meinem Blackberry installiert, aber in die hinterste Ecke verbannt worden und wird nicht mehr beachtet.

Mit Twitter komme ich irgendwie nicht klar, ich verstehe den Sinn dahinter nicht ganz. Also nope.

Die Sache bei all diesen Networks ist die, dass man viel zu schnell seine Zeit, seine Seele und sein Leben opfert für etwas, das nicht einmal real existiert. Deshalb hatte ich mit Instagram so sehr Probleme und zögerte auch lange Zeit, bis ich mich entschloss, tatsächlich einen Blog zu eröffnen. Denn bei all diesen Networks wird von den Betreibern erwartet, dass sie frequentiert bedient werden. Was, wenn ich mal lernen muss oder im Krankenhaus liege? Manche posten dann immer noch ein Foto von ihrem Gips und machen getrost weiter! Das will ich auf keinen Fall, ich will von nichts in der Welt abhängig sein oder kontrolliert werden (soweit es meine eigene Entscheidung ist, ich bin ja kein Anarchist 😉 )!

Deshalb mache ich auch den Blog. Denn beim Blog musst du nicht unbedingt JETZT und HEUTE etwas schreiben und hochladen, du kannst es GESTERN geschrieben haben und in drei Wochen erst veröffentlichen, wenn du willst. Du kannst vorausplanen. Und genau das mache ich. Manche Beiträge sind auch noch in ein paar Tagen aktuell, warum dann nicht jetzt schreiben, wenn ich Zeit und Lust habe, und zu einem anderen Zeitpunkt veröffentlichen? So halte ich meinen Blog konstant und mein Leben raus. Klar, Unvorhergesehenes gibt es immer, das ich sofort bearbeite. Wenn mir etwas auf dem Herzen liegt, dann sage ich es jetzt und nicht in vier Wochen. Aber das ist das Schöne am Blog, ich kann mich entscheiden.

Kein Twitter, spärlich Facebook, kein Instagram, kein Tumblr oder Anderes. Ich persönlich habe mein Medium der Konversation mit der Öffentlichkeit gefunden. Und ich bin vollstens damit zufrieden.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

ps: Falls jemand von euch sich noch an SVZ-Gruppen erinnert, ich würde mich freuen, wieder über ein paar in den Kommentaren zu lesen! Schöne alte Zeit 😉

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6 Gedanken zu „Das richtige Medium

  1. Oh ja, dass kenne ich auch noch alles, ICQ, SchülerVz und das alles… Genaue Gruppen weiß ich leider nicht mehr genau, aber ich weiß, dass ich in unglaublich vielen Gruppen war, einfach aus Prinzip :D.
    Instagram und so habe ich zwar alles (und bei Insta. bin ich auch recht aktiv), aber Facebook benutze ich nicht mehr so oft und Twitter verstehe ich auch irgendwie noch nicht so ganz… ich bin zwar angemeldet aber, naja, so richtig aktiv bin ich nicht… 😀
    Ein Hoch aufs Bloggen! 😀

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  2. Ich war damals recht aktiv in der SVZ Gruppe „Unterlasse Er diese Gossensprache“ und habe auch nach all den Jahren noch mit manchen der interessanten Gestalten, die ich dort kennenlernte – virtuellen- Kontakt, heute allerdings via Skype und Facebook. Auch wenn letzteres ja immer wieder gerne verdammt wird, ist es doch sehr nützlich darin mit Leuten Kontakt zu halten, die man sonst aus den Augen verlöre oder sich mit Kommilitonen oder Bekannten auszutauschen ohne gleich seine Handynummer herausrücken zu müssen, auch wenn es innerhalb des letzten Jahres zunehmend von WhatsApp abgelöst wurde. Nichtsdestoweniger finde ich Facebook sehr nützlich, um zum Beispiel von Veranstaltungen oder Ähnlichem zu erfahren! Schließlich kann man relativ gut steuern, was man angezeigt bekommt und von we, so dass man hier keine Informationsflut zu befürchten hat. Zum Beispiel habe ich heute Vormittag gesehen, dass eine jener Personen, die ich aus SVZ Zeiten kannte aber mit der ich kaum noch Kontakt hatte, heute in Heidelberg auf einem Konzert spielt. So konnte ich ihn spontan treffen – wozu wir in den letzten 7 Jahren nie Gelegenheit gefunden hatten; daher ein Hoch meinerseits auf die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke!

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  3. Ich war damals recht aktiv in der SVZ Gruppe “Unterlasse Er diese Gossensprache” und habe auch nach all den Jahren noch mit manchen der interessanten Gestalten, die ich dort kennenlernte – virtuellen- Kontakt, heute allerdings via Skype und Facebook. Auch wenn letzteres ja immer wieder gerne verdammt wird, ist es doch sehr nützlich darin mit Leuten Kontakt zu halten, die man sonst aus den Augen verlöre oder sich mit Kommilitonen oder Bekannten auszutauschen ohne gleich seine Handynummer herausrücken zu müssen, auch wenn es innerhalb des letzten Jahres zunehmend von WhatsApp abgelöst wurde. Nichtsdestoweniger finde ich Facebook sehr nützlich, um zum Beispiel von Veranstaltungen oder Ähnlichem zu erfahren! Schließlich kann man relativ gut steuern, was man angezeigt bekommt und von we, so dass man hier keine Informationsflut zu befürchten hat. Zum Beispiel habe ich heute Vormittag gesehen, dass eine jener Personen, die ich aus SVZ Zeiten kannte aber mit der ich kaum noch Kontakt hatte, heute in Heidelberg auf einem Konzert spielt. So konnte ich ihn spontan treffen – wozu wir in den letzten 7 Jahren nie Gelegenheit gefunden hatten; daher ein Hoch meinerseits auf die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke!

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    • Ja, da hast du auch wieder recht! Je nachdem, wie man die Networks nutzt, können sie ganz nützlich sein. Aber manche Leute übertreiben es eben einfach damit (und mit manche meine ich eigentlich ziemlich viele Leute, die ich kenne)… Veranstaltungen und Chatten ist ja gut und schön, aber es interessiert mich nunmal nicht, wenn irgendeine meiner Facebook-„Freundinnen“ postet, was sie zu Mittag isst 😉 sowas finde ich dann schon wieder peinlich 😀 aber jedem das Seine, ich blockiere solche Leute dann immer 😀

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  4. Pingback: Blogger Recognition Award | thechaosdiaries

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