Zitat

Wise Weekend #5

Wissen Sie eigentlich, wie mühselig es für einen Schriftsteller ist, den gleichmäßigen Fluß seiner Erzählung aufrechtzuerhalten? Natürlich nicht, woher sollten Sie als bloßer Konsument das auch wissen? Für Sie ist der anstrengende Teil mit dem Gang in die Buchhandlung beendet, jetzt haben Sie sich mit einer Tasse heißer Honigmilch in Ihren Lieblingssessel gelümmelt, tauchen in in den Strom der von Meisterhand verwobenen Worte und Sätze und lassen sich von ihm von Kapitel zu Kapitel tragen. Aber vielleicht können Sie wenigstens einmal versuchen, sich vorzustellen, wie sehr dem Autor manchmal seine Charaktere, der Ereigniszwang, die Dialogroutine und die Beschreibungspflicht auf die Nerven gehen?

– Walter Moers in Ensel und Krete

 

Aber hallo. Das mit den von Meisterhand verwobenen Worten und Sätzen wird bei mir vermutlich nicht der Fall sein, aber dem Rest stimme ich ausnahmslos zu. Irgendwann kommt der Punkt, an dem man als Autor denkt: So ein Mist, jetzt kommt schon wieder die nächste Szene. Oder Scheiße, ich habe vergessen, den Ort des Geschehens zu beschreiben. Gut und schön, wenn das alles im Kopf ist, aber es zu Papier zu bringen, kann manchmal echt mühsam sein.

Alles in allem macht Schreiben doch immer noch Spaß, ansonsten würde ich auch gar nicht diesen Blog am Leben halten oder mit Band 2 kämpfen. Doch Schreibblockaden, Ideenmangel, Charakterverdruss und Beschreibungsabneigung sind bisweilen auch Gast in meinem Kopf. Doch wem macht schon seine Arbeit uneingeschränkt und immer Spaß?

Das Wichtigste ist doch, mit dem Ergebnis zufrieden zu sein! Ich bin zufrieden.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

Advertisements

4 Gedanken zu „Wise Weekend #5

  1. Ich kenne das nur zu gut xD Zu den Schreibblockaden, dem Ideenmangel, den Charakterverdruss und der Beschreibungsabneigung kommt oft auch Zeitmangel, wenn man mal Ideen hat, aber trotzdem ist schreiben etwas tolles *-* ich kann mir kaum was schöneres vorstellen, auch wenn man mal mehre Stunden voller „Qualen“ aufgrund von Ideenlosigkeit verbringt, ist schreiben etwas das nicht nur jede Menge Vergnügen bringt, sondern auch eine Art innere Seelenfrieden (mir ist kein besseres Wort eingefallen).
    Wenn schreiben nur schlechtes mit sich brächte, würde es wahrscheinlich auch niemand mehr tun. xD
    Es ist auch schön mit „anzusehen“, wenn sich die eigenen Charaktere während dem Schreiben entwickeln und die eigene Geschichte an Form gewinnt, es ist so ein erfüllendes Gefühl ♥.♥
    Auch wenn es einige (*hust* sehr viel [zumindest bei mir]) Zeit in Anspruch nimmt, das Geschriebene nochmal & nochmal & nochmal zu lesen, zu verbessern, auszuarbeiten, umzuschreiben, Geschehnisse, Orte oder Personen besser zu beschreiben, aber all das lohnt sich, wenn man mit dem Endprodukt zufrieden ist und nur das zählt am Ende. Ein toller Bonus ist natürlich, wenn man auch andere Leute mit seiner Geschichte begeistern kann, sie mit dem Geschrieben zum Lachen, weinen oder nachdenken bringen kann. Worte haben wahrhaft eine unglaubliche Macht.
    Das Schreiben löst die Illusion vom individuellen Sein auf, und man wird Teil eines Ganzen. Das liebe ich am Schreiben: Cornelia ist mit einem Mal ganz viele. ~ Cornelia Funke
    Schreibe jeden Satz so, dass man neugierig auf den nächsten wird. ~William Faulkner

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s