Ich bin der Meister meines Los … {Invictus}

… ich bin der Captain meiner Seel.

– Zitat aus „Invictus“ von William Ernest Henley; erwähnt auch in „Invictus“ (2009)

Am Mittwoch habe ich mal wieder „Invictus – Unbezwungen“ angeschaut, ein wirklich toller Film über Rugby in Südafrika. Sogar mit hochkarätiger Besetzung, nämlich Matt Damon als Francois Pienaar, der Captain der südafrikanischen Rugbymannschaft, und Morgan Freeman als Nelson Mandela.

Mal ehrlich, das ist wie in „Ghandi“ – da hätten sie niemand anderen als Ben Kingsley für die Rolle des Mahatma Ghandi nehmen können. Und so ist es auch mit „Invictus“, Morgan Freeman ist einfach die perfekte Besetzung für Nelson Mandela!

Worum es in diesem Film geht?

Mandela wird aus der Haft entlassen, wird Präsident und hat allerlei wichtige Aufgaben zu erfüllen. Gleichzeitig ist die südafrikanische Rugbymannschaft, deren Farben Grün und Gold ein Dorn im Auge, so richtig am abstinken, verliert jedes Spiel und wird ausgebuht. Ein Jahr vor dem World Cup bittet Mandela dann Pienaar, eben diesen zu gewinnen. Was unmöglich scheint, wird in Angriff genommen. Gleichzeitig steht Mandela im Vordergrund, der alle Hände voll zutun hat, sein Land zu vereinen.

Ich persönlich mag Filme mit realem Hintergrund, weshalb ich „Erin Brokovich“ auch zu meinen All-Time-Favourites zähle. Und zu Recht wurden Matt Damon und Morgan Freeman für den Oscar nominiert! Mal wieder ein wunderbarer Film aus der Feder Clint Eastwoods.

Ich selbst bin eigentlich kein Sportfan, ein Gelegenheitsfan aus Solidarität, aber das auch nur bei der Fußball-WM. Ich habe auch kein bisschen das Spielprinzip von Rugby kapiert, außer dass sich alle entweder total bekloppt umarmen oder plattwalzen (was vermutlich das Prinzip recht gut zusammenfasst – jeder Rugbyfan darf mich gerne belehren!). Und auch wenn man Fußball nicht mit Rugby vergleichen kann, kam ich nicht umhin, mich an den 13. Juli 2014 erinnern. Was da war?

Das Fußball-WM-Finale natürlich!

Meine Hochschule hat seitdem übrigens von mir einen fetten Minuspunkt bekommen (nein, eigentlich hasse ich sie dafür), weil wir am Tag darauf morgens die letzte Klausur geschrieben haben. Und sie haben sie nicht einmal für das Finale verlegt! Ich hätte ja nicht verlangt, sie um Tage zu verschieben, aber ein paar Stunden wären bestimmt möglich gewesen! Tja, nichts da, total übermüdet und fertig von der langen WM-Nacht musste ich noch Zivilrecht schreiben, was alles andere als einfach war.
Sorry, aber das vergesse ich meiner Hochschule niemals! Vor allem, weil sie mir die Chance und Freude genommen hat, zusammen mit meinen Freunden und meiner Familie zu feiern. Stattdessen saßen ich und mein Freund allein in meiner Wohnung und haben still und leise das Finale geschaut, 100 Kilometer von dem Ort entfernt, an dem ich bei einem Finale hätte sein wollen!

Weshalb mich „Invictus“ an das Finale erinnert hat, war der enorme Kampfgeist der Mannschaft, der im Film rüberkommt. An einer Stelle wurde ich an ein Bild erinnert, welches für mich der Inbegriff der WM ist: Bastian Schweinsteiger, wie er gegen Ende des Spiels mit blutender Wange immer noch spielt, total fertig und offensichtlich am Ende seiner Kräfte. Aber er läuft weiter und weiter und ich war grenzenlos beeindruckt von seiner Willensstärke. Hach ja, waren das Zeiten!

Und meine (liebe) Hochschule hat mir diese Erinnerung (ein wenig) vermasselt! Ein weiteres Beispiel dafür, warum ich mich nur umso mehr anstrengen werde, das Studium so schnell wie möglich abzuschließen. Damit ich nicht mehr mit WM-Vermasslern zusammenarbeiten muss 😉

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

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