Die eigenen Macken

Jeder Autor steckt etwas von seiner Persönlichkeit in sein Buch. So oder so ähnlich gibt es doch – glaube ich – ein Sprichwort. Wenn nicht, sei’s drum, ihr wisst, was ich meine.

Jeder Mensch hat einen eigenen Schreibstil. Meiner ist definitiv legerer und umgangssprachlicher als der von beispielsweise Walter Moers. Ich denke, das entwickelt sich mit der Zeit. Denn wenn ich von mir ausgehe, dann erzähle bzw. rede ich im täglichen Leben auch so, wie ich hier schreibe. Es gibt sicherlich einige Schriftsteller, die sich komplett verstellen können, wenn sie schreiben. Ich bin allerdings nicht der Typ dafür. Daher ist Zeitsteinwirrwarr auch ein Jugendbuch, schätze ich.

Ich bevorzuge die einfache Erzählweise. Ich kann es meistens nicht leiden, wenn sich zu viele Beschreibungen auf einem Haufen tümmeln. Ich bin ein Dialog-Mensch, der lieber Unterhaltungen liest als detailgenaue Beschreibungen der Szenerie. Wahrscheinlich merkt man das an meinem Buch, auch wenn ich mich darum bemüht habe, in jeder Szene zu vermitteln, wie die Settings gerade sind.

Daher haben mich auch viele gefragt, ob Amy nicht in Wirklichkeit ich sein soll? Darauf sage ich ganz klar: Nein. Niemand, schon gar nicht ein Erstlingsautor, kann seine Persönlichkeit aus einem über 300-Seiten-Buch raushalten. Es werden immer Gedanken, Meinungen, Gefühle eingebaut, die der Autor selbst erlebt hat. Aber nur weil ich es beeindruckend finde, wenn Menschen mit dem Schwert kämpfen können, heißt das noch lange nicht, dass ich so sein will wie Amy, die das richtig gut kann.

Mein Buch ist und bleibt mein Buch. Hätte es meine Schwester, mein Freund oder meine Nachbarin geschrieben, klänge es vermutlich komplett anders.

Aber eigentlich ist das doch schön, oder? So, wie jeder Schauspieler in einen Film seine eigene Note einbringt, verpasse ich meinem Buch auch eine persönliche Note. Das ist es, was Bücher einzigartig macht.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

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Ein Gedanke zu „Die eigenen Macken

  1. Ich mach es ähnlich wie du. Einfache Schreibweise (aus dem selben Grund wie du) und meine persönliche Note mit reinbringen, aber ich denke mal das ist auch ganz normal. Jeder hat Personen, von der er sich für die Figuren etwas abguckt, ob es nun welche sind, die man persönlich kennt oder Schauspieler, die einem gefallen. Das ist dabei eigentlich egal find ich. Ich find sowas auf jeden Fall auch schön.

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