Ein Gedicht zum Freitag {Dunkel war’s}

Ich war noch nie gut im Auswendig lernen. Das Einzige, das ich in dieser Richtung hin vorzuweisen habe, ist die erste Strophe von „Der Ribbeck auf Ribbeck im Havelland„, einen Teil von „Der Zauberlehrling“ und „Dunkel war’s„. „Der Zauberlehrling“ ist aufgrund seiner visuellen Gestaltung in Fantasia und Fantasia 2000 zu meinen Lieblingsgedichten aufgestiegen, „Der Ribbeck“ ist einfach nur nervig. Trotzdem gefällt mir „Dunkel war’s“ einfach am besten, ich finde es witzig und leicht zu merken und unterhaltsam. Ich weiß, es gibt nahezu unendlich viele Strophen dazu, doch folgende sind mir im Gedächtnis geblieben:

Dunkel war’s, der Mond schien helle.
Schnee bedeckt auf grünem Flur
Als ein Auto Blitzesschnelle
Langsam um die Ecke fuhr.

Drinnen saßen stehend Leute
Schweigend ins Gespräch vertieft
Als ein totgeschoss’ner Hase
Auf der Sandbank Schlittschuh lief.

Und auf einer grünen Bank,
Die rot angestrichen war,
Saß ein blondgelockter Jüngling
Mit kohlrabenschwarzem Haar.

Neben ihm ’ne alte Schrulle,
Zählte kaum erst sechzehn Jahr‘,
In der Hand ’ne Butterstulle,
Die mit Schmalz bestrichen war.

Und am großen Apfelbaume,
Der sehr süße Birnen trug,
Hing des Frühling letzte Pflaume
Und an Nüssen noch genug.

 

Taddaaah! Das einzige Gedicht, das ich komplett auswendig kann.

Wie steht’s mit euch, habt ihr ein Gedicht, das ihr komplett auswendig könnt?

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

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4 Gedanken zu „Ein Gedicht zum Freitag {Dunkel war’s}

  1. Hey. 🙂
    Tatsächlich kann ich den Zauberlehrling auswendig, was einzig der Tatsache geschuldet ist, dass ich ihn mit einem Freund zusammen mal als „Rap-Singsang“ gemacht habe und ihn deshalb viel zu oft wiederholen musste.
    Dann: „Loup Garou“ von Annette von Droste-Hülshoff. Mein Absolutes Lieblingsgedicht!
    ein weiteres Gedicht, dass ich auswendig kann ist „Prometheus.“ Und ich mag es sehr. Damals, wie heute. (Was vielleicht an meinem etwas gespannten Verhältnis meinem Vater gegenüber geschuldet ist).
    Ich muss gestehen, dass ich ein kleiner Fan der Gedichte Goethes bin. Mein Liebstes ist jedoch „An den Mond“. Auch das kann ich auswendig. 🙂
    Na gut und das „Mini“ Gedicht, das vermutlich jeder von Joachim Ringelnatz kennt 😉 :
    „Ich habe dich so lieb!
    Ich würde dir ohne Bedenken
    eine Kachel aus meinem Ofen
    Schenken.“

    Das lustige ist, ich kannte „Dunkel war’s“ hauptsächlich aus der Familie. Dort wurde allerdings immer nur gesagt: „Dunkel war’s, Der Mond schien helle, als die alte Pimpernelle, Nächtens durch den Walde lief.“ Ich dachte bis vor einem Jahr, dass es nur so ein Spruch sei. XD Na ja, man lernt nie aus. 🙂

    Gefällt 1 Person

    • Stimmt! Ist irgendwie witzig, dass das in eurer Familie so gesagt wird 😀
      Wow, du kannst ja viele Gedicht auswendig, Respekt! 🙂 Joachim Ringelnatz finde ich persönlich mega witzig, seine Gedicht lese ich mir auch immer gern durch 😉
      Was ich noch besonders witzig finde ist „Die Schnurpsenzoologie“ von Michael Ende, das gibt’s auch als Kinderlied und ich liebe es. Es steht direkt hinter dem Zauberlehrling in meinem Gedichte-Buch 😀

      Gefällt mir

  2. Haha, ich mag das Gedicht :’D ich glaub, das hat mir irgendjemand schon mal erzählt xD also ich kann seit der Grundschule (seit der zweiten Klasse um genau zu sein) „Der Herbst steht auf der Leiter“ auswendig ^-^ Na ja, nach dem man es in all den Jahren in der Schule vier mal auswendig lernen musste (so war es zumindest bei mir), muss doch etwas hängen bleiben, oder? (wohl so ziemlich das einzige, was wirklich hängen geblieben ist).

    Gefällt 1 Person

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