Amys unwahre Geschichten

Hier kommt ein kleiner Leckerbissen, den ich in einer meiner Schatzkisten gefunden habe: ein Tagebucheintrag von Amy aus frühester Vergangenheit! Es ist eigentlich nur ein beschriebenes Blatt Papier, aber ich dachte, ich zeige euch mal, wie meine früheren Gedanken zu Amy aussahen 😉

Ich muss euch aber vorwarnen! Dieser Eintrag ist etwa 7 Jahre alt, zu dieser Zeit war Amy und ihre Geschichte nicht mehr als Bruchstücke in meinem Kopf. Alles, was ihr im Folgenden lest, hat nicht unbedingt etwas mit den Chaostagebüchern zu tun.

Wie kam ich dazu? Ich weiß noch, dass ich einmal sagte, ich würde niemals Schriftstellerin werden. Naja, so schnell kann man sich irren. Ich bin nicht gut im Schreiben, das war ich noch nie. Man kann zwar nicht von Schulnoten ausgehen, aber ich fand mich noch nie so gut. Fynn meint, ich würde genau das schreiben, was ich denke, selbst wenn ich nur Unsinn denke. Blaaa. Zum Beispiel. Ich achte eben darauf, nicht zu einer vielköpfigen Menge, sondern zu einem einzelnen Leser zu sprechen. Er soll das Gefühl haben, in mein Privatleben eingedrungen zu sein. Ich versuche im Prinzip, nur zu meinem Tagebuch zu reden. Ich weiß nicht, ob es funktioniert, aber ich versuche es. Ursprünglich hatte ich gar nicht vor zu schreiben. Aber mein Psychologe meinte, ich solle meine Erlebnisse verarbeiten, indem ich sie zu Papier bringe. Dann würden laut ihm meine schrecklichen Albträume aufhören. Ein Appell an dich, lieber Leser: Bei schrecklichen Ereignissen lohnt es sich, es sich von der Seele zu schreiben/ zu weinen. Mein Psychiater meinte, ich solle es verbrennen, aber ich hab es nicht gemacht, weil ich dachte, wenn ich sie verbrenne, müsste ich sie wieder aufschreiben, sollte ich wieder Albträume bekommen. Er las sie niemals durch, besprach sie nie, aber es half. Eines verhängnisvollen Tages fand mein Stiefbruder ein paar Manuskripte und las sie am darauffolgenden Abend vor. Ich bekam schreckliche Halluzinationen und weinte. Er entschuldigte sich mehrfach, aber die darauffolgenden Tage war ich geistig so schockiert, dass mich keiner ansprach. Zwei Monate später sprach mich ein guter Freund meines Stiefvaters an. Er war Lektor und hatte durch meinen Stiefvater einen Teil meiner Manuskripte in die Hände bekommen. Er war begeistert und drängte mich, damit zu einem Verlag zu gehen. Nach wochenlangem Nachdenken beschloss ich, dem zuzustimmen. Die Albträume waren wieder schlimmer geworden, vielleicht würden sie aufhören, wenn ich meine Erlebnisse veröffentlichen ließe. So kam es dazu, dass ich reich und Autor und Star wurde und mir heute alles leisten kann, was es heute auf der Welt gibt. Aber einen bitteren Beigeschmack hat die Sache bis zum heutigen Tag noch: Meine Albträume verfolgen mich nach jedem Kampf, schrecklicher und grausamer als zuvor.

Amy Stanleys

Ihr seht, was ich meine? Stiefbruder? Stiefvater? Gibt es nicht! Lektor? Auch nicht! Nehmt diese Passage demnach bitte nicht ernst, sie ist lediglich dem Kopf eines gelangweilten Teenagers entsprungen, der in diesem Moment nichts weiter als einen Bleistift und ein Blatt Papier zur Hand hatte. Mit Amys jetziger, wahren Geschichte, hat es ziemlich wenig zu tun.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

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