Rezension #15 {Red Rising}

Soso, endlich kommt die nächste Rezi 🙂 Hat ja lange genug gedauert, aber ich muss zugeben, an diesem Buch habe ich auch lange gelesen…


Red Rising


Eckdaten

Autor: Pierce Brown

Verlag: Heyne

Erscheinungsdatum: 27. Oktober 2014

Band: 1 von 3

Folgeband: Red Rising – Im Haus der Feinde; Red Rising – Tag der Entscheidung

Preis: 16,99 € (Hardcover)


Inhaltsangabe

Der junge Darrow lebt in einer Welt, in der die Menschheit die Erde verlassen und die Planeten erobert hat. Bei der Besiedlung des Mars kommt ihm eine wichtige Aufgabe zu, das jedenfalls glaubt Darrow, der in den Minen im Untergrund schuftet, um eines Tages die Oberfläche des Mars bewohnbar zu machen. Doch dann erkennt er, dass er und seine Leidensgenossen von einer herrschenden Klasse ausgebeutet werden. Denn der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht lebt in luxuriösen Städten inmitten üppiger Parklandschaften. Sein tief verwurzelter Gerechtigkeitssinn lässt Darrow nur eine Wahl: sich gegen die Unterdrücker aufzulehnen. Dabei führt ihn sein Weg zunächst ins Zentrum der Macht. Der unerschrockene Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Denn um sie vernichtend schlagen zu können, muss er einer von ihnen werden …

Siehe Amazon


Cover

Das Cover finde ich sehr ansprechend, es ist schön rot, was auch zum Mars (und dem Kastensystem) passt. Denn Darrow ist ja ein Roter, die niedrigste Kaste im Universum.

Bei dem Autornamen lese ich heute noch Pierce Brosnan 😀 wäre aber auch cool, wenn der es geschrieben hätte 😉


Ich und das Buch

Red Rising fiel mir durch sein kräftiges Rot direkt ins Auge, als ich im September auf dem Schmökerabend einer nahen Buchhandlung war. Ich musste es kaufen, denn irgendwie hat es mich interessiert, weil gleich zu Anfang klar gemacht wurde, dass hier definitiv keine Liebesstory stattfinden wird (wie z.B. bei Divergent und Panem). Denn Darrow verliert zu Anfang des Buches seine Frau Eo, die er abgöttisch liebt. Das klingt ja eher stark nach Rache…

Naja, irgendwann habe ich das Buch dann eben angefangen und ich muss sagen, der Erzählstil hat mich ein wenig verblüfft.
Erstens, weil ich es nicht leiden kann, wenn eine Erzählung im Präsens geschrieben ist. Da habe ich immer Bastian Pastewkas Hörbuch von „Neuerscheinung“ (richtig gut, wirklich!) im Kopf, wo einer der Charaktere meint: „Im Präsens schreiben doch nur Frauen und auch nur in Liebesromanen, weil sie dann näher an den Leserinnen dran sind“ (kein wörtliches Zitat!). Das habe ich seitdem im Kopf und es stört mich auch immer, wenn ich im Präsens lesen muss…
Zweitens, weil es immer wieder Erzählsprünge gibt. Im einen Moment beschreibt Brown detailliert das Innere von Darrow Zelle, und im nächsten Satz steht er schon auf dem Podest für seine Hinrichtung… Ähm, da fehlt ein ganzer Tag dazwischen? Und richtig eindeutig beschrieben war das auch nicht, ich habe es erst kapiert, als (wieder nicht wörtlich) dastand „Mein Genick knackt“… Wtf, er ist tot? Einen Satz vorher war er doch noch in seiner Zelle…? Isabella war überfordert…

An sich ist das Buch wirklich gut, die Story an sich ist interessant und neuartig, klar, auch mit Dystopie, aber Brown hat sich wirklich was einfallen lassen. Doch oft war es mir zu langatmig. Ich habe es gern gelesen, aber fesseln konnte es mich irgendwie nicht die ganze Zeit durch. Vor allem später, wenn es ins „Institut“ geht und sie Krieg spielen müssen, ist alles sehr ausführlich, wo man vielleicht hätte kürzen können… Es hätten auch 400 Seiten statt fast 600 gereicht, meiner Meinung nach … Alles in allem war der „Krieg“ sehr taktisch, man bekam jedes winzige Manöver Darrows mit, was vielleicht auch nicht hätte sein müssen.

Trotzdem hat mich das Buch größtenteils  gepackt und ich möchte wissen, wie es weitergeht. Einfach, weil die schiere Übermacht der Gesellschaft so beeindruckend dargestellt war und ich wissen will, was aus Darrow werden wird.

Irgendwie habe ich auch ein Lied im Kopf, das, wie ich finde, richtig gut zur Szenerie und Darrow selbst passt. Wer das Buch gelesen hat, stimmt mir vielleicht zu (Quelle: YouTube):

p.s.: Das mit dem Gerechtigkeitssinn in der Inhaltsangabe stimmt eigentlich nicht, denn es war Eo, die das Kastensystem scheiße fand, Darrow fand sich damit ab. Nur weil Eo starb und Darrow Rache nehmen wollte, beschreitet Darrow eben diesen Weg… also Quatsch mit Soße, von wegen Gerechtigkeitssinn! 😉


Schlussplädoyer

Red Rising von Pierce Brown ist ein etwas langatmiger, aber doch spannender Dystopie-Roman, der sowohl brutal, als aber auch menschlich ist. Wer auf strategische Kriegsspiele  und epische Schlachten steht (ca. 70 % des Buches), der sollte das Buch unbedingt lesen, aber für schwache Nerven ist es nicht, denn ich habe auch ein, zweimal schwer mit mir gekämpft, weil ich zu sehr an speziellen Personen hing… Ich würde Red Rising ab 16 Jahre aufwärts lesen, denn manchmal fand ich ihn schon etwas heftig… In meiner Buchhandlung steht das Hardcover bei der Jugendabteilung, das Softcover bei der Erwachsenen-Fantasy-Abteilung… Verstehe wer will 😀

Trotz meiner (vielleicht zahlreichen) Kritik muss ich zugeben, dass mir das Buch gut gefallen hat, den zweiten Teil möchte ich auf jeden Fall lesen!

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

 

Advertisements

Ein Gedanke zu „Rezension #15 {Red Rising}

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s