Rezension #17 {Kings & Fools – Verdammtes Königreich}

Hohe Erwartungen hatte ich an den Auftakt dieses Fantasy-Mystery-Werks zweier Jungautoren… Doch wurden sie bestätigt?


Kings & Fools – Verdammtes Königreich

buch


Eckdaten

Autor: Silas Matthes und Natalie Matt

Verlag: Oetinger

Erscheinungsdatum: September 2015

Band: 1 von 6

Folgeband: Verstörenden Träume, Verfluchte Gräber, Vergessenes Wissen, Vermisste Feinde, Verbotene Mission

Preis: 5,00 € (ab 2016 9,99 €)


Inhaltsangabe

Leuchtend rote Farbe an der Hüttentür: das Symbol der verhüllten Männer! Um Mitternacht werden sie Lucas holen. Wer sie sind und wohin sie ihn bringen, weiß niemand. Nur, dass noch nie jemand zurückgekommen ist, um davon zu berichten.

Lucas kommt nach Favilla, eine Akademie unter dem Friedhof. Dort findet er Freunde und Feinde, sammelt Geheimnisse über den Leiter der Akademie und den Brennenden König und erlebt einige Abenteuer.


Ich und das Buch

 Wie ihr ja wisst, bin ich ebenfalls Mitglied bei Oetinger34, einem vielversprechenden Konzept für Autoren, Lektoren und Illustratoren. Immer wieder gibt es Sonderausschreibungen, bei denen man ein Projekt ergattern kann, und dieses Buch bzw. die Serie ist das Produkt einer der ersten Sonderausschreibungen. Und sogar einer ziemlich lohnenden, denn den Gewinnern Natalie Matt und Silas Matthes stand bei ihrem Projekt niemand geringere als Bernhard Hennen (siehe die Elfen etc.) zur Seite! Klar, dass da meine Erwartungen hoch waren…

Doch schon vorab sei gesagt, dass die Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden. Doch ich sollte ausholen.

Die Sprache

Dass gleich zwei Autoren mitarbeiteten, hat man überhaupt nicht gemerkt. Top.
Doch zwischendurch entstand bei mir immer wieder der Eindruck, die Wörter seien nicht gut gewählt. Dreimal hintereinander den Satz mit „Ich war“ zu beginnen war in diesem Fall kein Stilmittel, sondern einfach nur holprig. Davon gab es noch ein paar Beispiele, für ein lektoriertes Buch ist das nicht so günstig…

Die Story

… ist auch nicht so berauschend. Im ersten Teil passiert leider nicht wirklich viel und das ist auch nicht so gut beschrieben. Manchmal fehlten mir Gefühle, Emotionen oder Beschreibungen, manches fand ich gut beschrieben. Doch es wechselte, was vielleicht an einem der beiden Autoren lag.

Die Länge

Ich persönlich finde zu kurze Fantasy-Stories nicht so gut, schließlich möchte ich eine gut durchdachte Welt haben, mit Beschreibungen, Szenarien und Gefühlen. 224 Seiten erscheinen mir da zu kurz, vor allem war die Geschichte erst dabei, Fahrt aufzunehmen. Das erste Buch wirkte auf mich wie ein Prolog, nicht wie der Auftakt der Geschichte.

Die Werbung

Ich zitiere: „Für alle, die von „Game of Thrones“ nicht genug bekommen!“ Hm. Diese Aussage finde ich grundsätzlich schwierig. Ich habe zwar GoT weder gesehen noch gelesen, doch es wäre dasselbe, wie wenn man mein Buch als „So toll wie Harry Potter“ bezeichnen würde. Nichts, ich wiederhole, überhaupt gar nichts reicht an Harry Potter heran, und bei GoT ist es für die meisten genauso. Daher war diese Aussage von vornherein kritisch für mich.
Dann noch das Lob von Bernhard Hennen im Buch selbst, bei dem er die Geschichte preist. Ist doch natürlich, dass jemand, der daran mitgewirkt hat, die Geschichte loben sollte, oder? Keine wirklich verlässliche Kritik, finde ich…


Schlussplädoyer

Kings & Fools – Verdammtes Königreich ist eine unterhaltsame, aber meiner Meinung nach zu hochgelobte Fantasy-Mystery-Serie zweier Jungautoren. Es ist nicht schlecht geschrieben, allerdings bemerkt man zwischendurch ein paar Schwächen. Ich persönlich finde, die Anpreisung, Bernhard Hennen hätte die Patenschaft übernommen, tut dem Buch nicht gut, da es für mich kein Fantasyepos, sondern nur eine nette Geschichte ist. Unter Highfantasy verstehe ich etwas anderes, aber vielleicht bin ich zu anspruchsvoll. Ganz das Zielpublikum bin ich auch nicht, ich würde es eher für Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren empfehlen.
Trotzdem lässt sich das Buch leicht und schnell lesen, ist unterhaltsam und manchmal auch spannend. Ich denke, ich werde auch Band 2 lesen, vielleicht gewinnt die Geschichte an Fahrt. Potenzial hätte sie, auch ohne den angepriesenen Bernhard Hennen.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

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