Lustige Erlebnisse auf einer Studienfahrt… {Köln/Amsterdam}

Eigentlich wollte ich ja nichts über Amsterdam schreiben… aber vielleicht sollte ich doch ein paar Worte verlieren – im Zuge der schriftstellerischen Recherche gab es ein paar Begebenheiten, welche ich in späteren Büchern (zu meiner Erheiterung) aufnehmen könnte 😀 Ein paar besondere Eindrücke möchte ich hier außerdem ebenfalls vermitteln. Namen sind im Übrigen verfälscht aus Gründen der Nachverfolgung 😉


Drehort Köln

Der Dreh in Köln

Der Dreh in Köln

Bei unserem Zwischenstopp in Köln wurden wir Zeuge des Drehs einer ARD-oder-sowas-ähnliches-Serie – ich habe den Namen vergessen. Witzig war es trotzdem, die Straße war vollkommen abgesperrt, Statisten liefen auf und ab, der Regisseur saß auf unserer Straßenseite vor einer bunt beklebten Blackbox und gab durchs Mikro Anweisungen. Schauplatz des Drehs war ein wirklich winziges chinesisches To-Go-Restaurant, in den der Kameramann, Lautsprecherhalter (ihr merkt, ich habe Ahnung 😉 ) und Hauptdarsteller nur knapp hinein passten. Immer mal wieder kam eine (ich kann nur vermuten) unterbezahlte Studentin mit einem Wasserkocher und hielt ihn wedelnd vor die Scheibe besagten Lokals, damit eben jene beschlägt (korrekterweise käme hier beschlüge, aber ich will mal nicht so sein…). Hat nicht ganz funktioniert, weshalb sie es sehr oft wiederholen musste, was echt bescheuert aussah… 😀


Die Sache mit dem Bus (bzw. der Fahrerin)

Kölner Weihnachtsmarkt - weil ich das Bild so toll finde...

Kölner Weihnachtsmarkt – weil ich das Bild so toll finde…

Ungelogen, wir hatten die schlechteste Busfahrerin des Universums. Sie hatte so dermaßen den Beruf verfehlt, wie wenn Captain Kirk als Schulbusfahrer arbeiten würde! Alles und jeder brachten sie in Stress, sie fuhr auf die Sekunde (Sekunde!) genau von der Autobahn, musste pingelig genau ihre Lenkzeiten einhalten und war zu ängstlich, einfach am Straßenrand zu halten und uns (ihre Kunden, wohlgemerkt!) rauszulassen. Eine Stunde fuhren wir in Amsterdam im Kreis, weil sie sich nicht getraut hat, anzuhalten… im Nachhinein echt lustig, aber damals… 😀 Dann kamen noch so Sprüche, wie „um 7 Uhr loszufahren ist ja überhaupt nicht busfahrerfreundlich, da kann ich nicht mal frühstücken!“, dann war die Sache gegessen: never ever! Die Frau war so inkompetent – sorry -, sie schaffte es sogar, einen unserer Programmpunkte in Köln ins Wasser fallen zu lassen, weil sie sich aufgrund ihrer angeblich überschrittenen Lenkzeiten weigerte uns an den Ort zu fahren! Ihr merkt, die Aggression ist noch brühwarm 😀 Nach dieser Studienfahrt setzte ich ab sofort nur noch auf männliche Busfahrer! 😀


Eine wackelige Bootstour

Gracht im Licht

Gracht im Licht

Durch die Amsterdamer Grachten zu fahren (das sind die Kanäle dort – oder zumindest nenne ich sie so), war bei Nacht wirklich schön. Die ganzen funkelnden Lichter von den Häusern und Brücken, zahlreiche seltsame leuchtende Kunstwerke über und neben dem Wasser, waren toll anzusehen. Einzig das Boot blieb mir noch eindrücklicher in Erinnerung, da es dermaßen klapperte und knarzte und nur knapp zehn Zentimeter schmaler war als die Brücken, durch die es manövrierte. Zum Glück war der Kanal ja nicht tief … sorry, die Gracht.


Das Sexmuseum

Nein, dieses Museum kann man nicht umschreiben, es ist und bleibt immer noch ein Sexmuseum. Wir besuchten es zur „Einstimmung“ auf die abendliche Rotlichvierteltour und ich muss sagen, für 4 € Eintritt kann man nicht unbedingt etwas falsch machen. Das Museum ist ab 16 und ja, das ist echt nötig. Ich werde jetzt nicht ins Detail gehen, schaut es euch bei Gelegenheit selbst an 😉 Nur zwei Dinge will ich loswerden:
1. Ich finde, die Tatsache, dass sich Menschen um 1890 Kameras für wie viele auch immer tausend Reichsmark (oder vergleichbare Währung) kauften und dann detaillierte Aufnahmen ihres gesamten Sexlebens aufnahmen (ungelogen, an die 30 Stück pro „Serie“), sagt doch einiges über die menschliche Natur aus, oder? Menschen sind und waren schon immer Schweine… 😉
Und 2. Am Ende der Ausstellung befindet sich ein Raum, abgetrennt durch einen schwarzen Sichtschutz. Darauf steht sinngemäß, dass man den dahinter liegenden Raum nur betreten soll, wenn man sich im Klaren ist, dass man geschockt sein könnte. Ich habe ihn betreten (welcher Ahnungslose würde das nicht bei dieser Warnung, ist wie in einem Horrorfilm :D) und kann nun mit Fug und Recht behaupten: Tut es nicht, wenn ihr nicht darauf gefasst seid! Ich war es nicht und – diese Bilder kriege ich nie wieder aus dem Kopf 😀 Leider…


Die Tour durch Amsterdams bekanntestes Viertel

Condomerie

Condomerie

Besagte Rotlichtvierteltour wurde von mir vier Tage zuvor persönlich gebucht, weshalb ich die ganze Woche über Panik hatte, dass die Tour entweder nicht stattfindet oder ein Reinfall wird. Keines von beidem traf zu, die Tour war sowohl informativ, als auch witzig 😀 Wusstet ihr, dass ein gutes Mädel im Rotlichtviertel bis zu 12.000 € mit nach Hause nimmt? Die haben in Amsterdam keine Zuhalten, zahlen nur für das Fenster, in dem sie sitzen… Allerdings zu dem Preis von ca. 60 Männern pro Woche… Die Condomerie, ein bekannter Kondomladen mit lustigen Kondomen im Schaufenster, war der erste Haltepunkt. Dann haben wir noch ein (ich nenne es mal) „Puff-Haus“ von innen gesehen, inklusive Besetzung, und anschließend einen Vortrag über ein einfach überzustreifendes Kondom (mit Vorführung – an einer Attrappe natürlich) bekommen. Die Tour ging rund 2 Stunden, danach taten mir die Füße richtig weh, aber gelohnt hat es sich. Für mich war es eigentlich (neben dem Shopping) das Highlight der Studienfahrt – wirklich zu empfehlen (gebucht übrigens bei Get Events)


Zu guter Letzt: die Sache mit den Keksen…

Da Amsterdam die Stadt der Laster ist, zieht es dort auch die lustigsten Gestalten hin. Unter anderem meinen verrückten Studiengang 😉 Und in jedem verrückten Studiengang gibt es mindestens einen, der die Vorzüge von Amsterdam voll ausschöpfen möchte – im benebelten Sinne. Coffeeshops gibt es ja an jeder Ecke und so kam es, dass – nennen wir

Nicht DIE Törtchen von Amsterdam - haben aber bestimmt auch eine ungute Wirkung bei Verzehr ...

Nicht DIE Törtchen von Amsterdam – haben aber bestimmt auch eine ungute Wirkung bei Verzehr …

ihn – Kim (oder ist es eine sie? Ich weiß es nicht mehr genau… 😉 ) einen dieser legendären Kekse kaufte. Halt, ich habe mich verzählt, es waren drei 😀 Er/sie hat natürlich dann auch nicht die Gebrauchsanweisung gelesen und sich gleich mal eine Überdosis reingepfiffen, wonach Kim sich dann zum Kotzen aufs Klo eines Cremetörtchenladens verkroch. Mindestens eine Stunde hielt besagte Person sich darin dann auf und kam selbst nach Betteln und Bitten nicht mehr heraus (die Wirkung hatte sich mittlerweile prächtig entfaltet). Nun, irgendwann kam Kim dann heraus und man verließ den Laden, nicht ohne noch für schätzungsweise 20 € einzukaufen (Cremetörtchen natürlich). Am nächsten Törtchenladen kam er/sie dann auch nicht vorbei… Nach 40 Minuten waren wir dann endlich im Hotel und wollten Kim zurücklassen, um unseren eigenen Hunger zu stillen. Doch kaum war man eine Minute aus dem Raum, war Kim plötzlich verschwunden. Also musste man nach Kim suchen bzw. auf Kim im Hostel warten… Der/die kam dann nach einer Stunde, nicht ohne weiteres Essen (diesmal Burger, Sushi und Pizza) und schloss sich daraufhin im Klo seines/ihres Zimmers ein, um nachzudenken …
Das war zwar nicht die komplette Story, aber lustig war sie allemal (und der Post wird sonst zu lang :D) Mir jedenfalls ist die Lust zum Drogenkonsum durch Kims Erlebnis deutlich vergangen (obwohl sie vorher auch nicht existent war 😉 ).
Gerade dieses Ereignis ließe sich doch ziemlich witzig in mein Buch einbinden – bei Fynn könnte ich mir das super vorstellen 😀 😉


Ihr seht, ich (und auch Kim) habe viel erlebt in Amsterdam und Köln. Ich kann euch nur empfehlen, besucht das Sexmuseum, macht eine Rotlichtvierteltour, eine Bootsfahrt durch die Kanäle – sorry, Grachten – und nehmt niemals eine Überdosis Haschisch 😀 Dann sollte euer Amsterdam-Urlaub perfekt werden! Ach ja, fahrt bloß nicht mit dieser Busfahrerin dorthin! 😀 😉

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

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5 Gedanken zu „Lustige Erlebnisse auf einer Studienfahrt… {Köln/Amsterdam}

  1. Ist es „falsch“ (mir fällt gerade kein besseres Wort ein), dass ich jetzt auch mal in der Sexmuseum will und in diesen „Raum“ vor dem „gewarnt“ wurde, obwohl ich mir sicher bin, dass ich es bereuen werde? Nach Amsterdam wollte ich generell schon mal 😀 (ich bin sooo neidisch ._.)
    Apropos Busfahrer, es gibt einen Busfahrer der ab und zu den Willi-Bus fährt (diesen kleinen blauen Bus, keine Ahnung, ob du ihn kennst, aber das ist eigentlich nicht wirklich relevant für das was ich sagen, na ja, besser gesagt schreiben will) und da überlegt wirklich bevor ich einsteige, ob ich nicht vielleicht lieber laufen soll. Denn dieser Busfahrer fährt wie ein Irrer, ich fühle mich nicht sicher und zweifle immer daran, ob ich heil ankommen werde (wirklich sehr traumatische Fahrten). Und als ich in den Sommerferien mit einer Jugendreise nach Frankreich (ziemlich nah an die Spanischgrenze, nicht mal eine Stunde fahren und man wäre in Spanien), hab ich mir eher Sorgen gemacht, weil die Busfahrer so lange gefahren sind (es waren zwei oder drei, bin mir nicht mehr sicher), die haben bestimmt ihre Lenkzeiten überschritten. Besonders nachts (ich war da die ganze Nacht wach, weil ich während Busfahrten nicht schlafen kann). Na ja, aber ich lebe ja noch ^-^

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