Selfpublisher sein (II)

Hat man sich endlich dafür entschieden, Selfpublisher zu werden bzw. zu sein, dann kommen weitere Fragen auf, die dringend beantwortet werden müssen:

eBook oder Print? Oder beides?!

Klar, der Selfpublisher-eBook-Style ist der häufigste, doch warum nicht auch noch eine Printversion des eigenen Buches? Sieht schön aus im Regal und kostet relativ wenig … je nachdem, wohin man geht.

Bei eBooks gibt es viele Möglichkeiten, die bekannteste ist wohl Kindle Direct Publishing von Amazon. Nachteil ist meiner Meinung nach die geringe Erreichbarkeit, denn das eBook ist dann nur in den Kindle Stores erhältlich und für viele Reader (wie z.B. tolino etc.) nicht lesbar, da Amazon seine eigene Schiene fährt – eBooks für das Kindle sind im Format mobi, für alle anderen Reader im Format epub.

Natürlich musste ich mir ebenfalls die Frage des eBook-Vertriebs stellen und kam dadurch auf die Distributor-Seite neobooks. Diese dient als sog. Distributor, konvertiert dein Dokument in ein eBook und sendet es an eine Liste von Händlern, bei denen es dann gekauft werden kann. So ist mein eBook bei Amazon, Thalia, Hugendubel, iTunes, Weltbild und vielen weiteren Stores erhältlich. Natürlich behält neobooks dafür noch etwas ein, im Schnitt kommt aber genauso viel Geld dabei heraus wie bei den meisten direkten Anbietern.

Dann gibt es noch die Print-Versionen. Die kann man ganz klassisch natürlich bei unseriösen Verlagen in Auftrag nehmen, allerdings gegen eine Abnahmegebühr. Das heißt, man muss die erste Auflage von vielleicht 100 Stück vorab zahlen, evtl. sogar mit Lagergebühren. Und bei 10 € das Stück kann das schon ans Geld gehen.

Eine elegante Lösung, wie ich finde, bietet da der Book-On-Demand-Dienst. Hierbei steht das Buch nur als Dokument zur Verfügung und wird extra für den Käufer gedruckt. Das macht die Lagerkosten hinfällig, allerdings die Bücher teurer (oder im Umkehrschluss das Honorar niedriger, falls man den Preis halten möchte). BoD, epubli oder Amazon createspace (letzteres in Englisch) sind bekannte Anbieter dieses Verkaufsprinzips. Allerdings: Das Dokument muss druckfertig sein, kein Lektorat, kein externes Bearbeiten. Man muss das Buch von vorne bis hinten geplant haben, mit den ersten Leerseiten, dem Impressum, dem Inhaltsverzeichnis etc. Aber wenn man den Haupttext mal hat, ist das gar keine so große Arbeit mehr…

Und schlussendlich: die Hybriden! Anbieter wie Amazon createspace, epubli oder BoD bieten einem an, sowohl eBook, als auch Printversion zu vertreiben. Das kann unter Umständen ebenfalls eine Option sein…


Wie ich es handhabe …

Ich persönlich bin mit meinem eBook bei neobooks und habe bisher keine schlechten Erfahrungen damit gemacht. Das einstellen war einfach und klappt nun reibungslos.

Mit der Printversion war es da etwas anders: Zuerst war ich bei epubli, was den Vorteil hatte, dass das Buch auch von Händlern bzw. Läden direkt gekauft werden konnte (bei createspace geht das nicht!). Da das Buch aber wegen den extrem hohen Druckkosten bei fast 20 € (für Softcover – das zahlt doch keiner!) lag, ging ich nach einem Monat direkt weiter zu createspace. Die Seite ist zwar in Englisch, das Einstellen funktionierte allerdings genauso gut wie bei neobooks und bisher gab es auch keine Querelen. Dadurch ist das Buch allerdings nur via Amazon bestellbar, was mir allerdings nichts ausmacht. Das Honorar ist vergleichsweise ebenfalls im Normalbereich.

Allerdings überlege ist schon seit geraumer Zeit, doch zu BoD zu wechseln, werde das aber bestenfalls erst im Februar machen, wenn ich mehr Zeit und Geduld habe…

Im nächsten Teil geht es dann um das Thema Covergestaltung!

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

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4 Gedanken zu „Selfpublisher sein (II)

    • Also mit epubli habe ich eigentlich keine Bücher verkauft, der Preis war einfach zu hoch… bei Amazon createspace und neobooks läuft es recht gut, wenn man bedenkt, dass ich kaum Werbung damit mache 😉 bei createspace habe ich noch den Vorteil, dass ich recht billig Autorenexemplare ordern kann (also Printversionen). Diese kosten mich ungefähr 4,50 € das Stück, dann noch plus Versand aus den USA (geht nicht anders bei Autorenexemplaren) zahle ich ca. 6 € pro Buch.. Verkauft werden sie dann von mir selbst für den regulären Preis, was deutlich mehr Gewinn abwirft als wenn sie direkt über Amazon gekauft werden würden. Deshalb finde ich createspace eben praktisch, obwohl man es nicht direkt an Händler verkaufen kann 🙂
      Hat dir das irgendwie geholfen? Insgesamt habe ich noch nicht viele Bücher verkauft, was wohl auch an meiner mangelnden Werbungslust liegt 😉

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