Selfpublisher sein (IV)

Dieses Kapitel kann ich relativ kurz halten 😀

Lektorat … or not?

Beim Selfpublishing wird oft bemängelt, dass die veröffentlichten Bücher zu viele Schreib- oder Satzfehler enthalten. Daher ist ein Lektorat doch ganz nützlich, oder?

Aaaaber der große Nachteil beim „privaten“ Lektorat (also ohne einen seriösen Verlag dahinter, der das kostenlos übernimmt) ist der Preis, denn bei einem 300-Seiten-Buch geht das locker über einen (oder zwei oder drei) Tausender hinaus. Doch Lektorat beinhaltet ja nicht nur die Rechtschreibkorrektur, auch inhaltliche Mängel oder Verbesserungen werden aufgedeckt. Ich kann das aus eigener Erfahrung sagen, da ich bei Oetinger34 ein Buchprojekt am Laufen halte und mit einer Junior-Lektorin zusammenarbeiten. Die Tipps, die sie mir gibt, sind extrem hilfreich und können das Buch qualitativ wirklich verbessern.

Selbst lektorieren ist natürlich die kostenlose Option, allerdings nicht unbedingt besser – oder schneller! Denn als Autor wird man irgendwann textblind, wirklich! Ich habe das Buch, bevor ich es zum ersten Mal verschenkte, zweimal komplett Korrektur gelesen, und als ich es dann meinen Freunden gab, waren pro Seite noch mindestens 2 Fehler drin… das ist vollkommen normal!
Die beste Möglichkeit, das Buch kostenlos zu korrigieren, ist es so vielen Freunden und Bekannten wie möglich zu geben. Am besten nacheinander, dass jeder eine verbessertere Version liest. Das ist aufwändig und dauert sehr sehr lange, kann aber denselben Effekt haben wie bei einem professionellen Lektorat – nur mit weniger inhaltlichen Anmerkungen.


Wie ich es handhabe …

Ich habe die kostenlose Variante gewählt. Allerdings dauerte es bei mir demnach ein halbes Jahr, bis alle Testleser es korrigiert hatten. Das lag auch daran, dass ich den Plot gegen Ende hin sehr oft noch einmal umgeschrieben habe, ansonsten hätte es wohl nicht mehr so lange gedauert. Aber einige Monate sollte man echt einkalkulieren! Schlussendlich hatte ich einen (fast) einwandfreien Text vor mir, den ich dann auch veröffentlichte. Wie er mit einem professionellen Lektor heute aussähe, weiß ich allerdings nicht… Falls ich irgendwann einmal genug Geld verdiene, um mir ein Lektorat locker leisten zu können, werde ich es definitiv ausprobieren!

Demnächst erkläre ich dann, wie man ein eBook- oder Printpassendes Dokument erstellt.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

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4 Gedanken zu „Selfpublisher sein (IV)

  1. Gut zusammengefasst! Genau diese beiden Varianten gibt es beim Lektorat. Fast alle Autoren werden nach einer gewissen Zeit „textblind“. Das ist normal. Hier hilft auch oftmals, einfach etwas Abstand zum eigenen Text zu gewinnen. Am besten man traut sich, das eigene Werk einfach mal zwei Wochen liegen zu lassen. Ein frischer Blickwinkel wirkt manchmal Wunder.

    Herzliche Grüße
    Michael

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    • Genau, vor allem wenn man sich nicht sicher ist, ob man die Story so stehen lassen möchte. Ich habe (wie schon erwähnt) unzählige Male etwas abgeändert, dazwischen lagen aber immer längere Pausen, in denen ich nicht geschrieben habe…

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  2. Gerade als Neueinsteiger sind die Lektoratskosten natürlich ziemlich heftig! – Damit meine ich: Man startet mit 0 und muss erstmal kräftig ins Minus gehen, man weiß aber nicht, ob sich das finanziell überhaupt wieder ausgleichen wird. Da beiße ich auch gerade auf meinen Fingernägeln rum. Zur Zeit ist mein Manuskript bei einem Testleser … Und dann? Suche ich noch andere Testleser *lol*

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    • Ja, du hast recht! 🙂 so war es bei mir auch… ich hatte allerdings ca. 4 Testleser gleichzeitig „laufen“ 😀 war ein bisschen mühsam, weil sie oft dasselbe korrigiert hatten… aber bei meinem jetzigen Manuskript lasse ich immer erst 2 lesen, dann wieder 2 weitere etc. so werden immer weniger Fehler drin sein – hoffentlich 😀 ich hatte am Schluss ca. 10 Testleser, manche haben es sogar 2-3 mal gelesen… es hat sich aber gelohnt, es waren nur noch ca. 10 Fehler im Endmanuskript, was für ein Selfpublisher-Buch ganz ordentlich ist 😉

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