Rezension #7 {The Jungle Book}

Als ich den Trailer das erste Mal sah, dachte ich mir nur: Wow, richtig gut animiert. Jetzt war ich in dem Film und kann auch richtigen Senf dazu abgeben 😉


 

The Jungle Book

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Quelle: movies.disney.in; Copyright: Walt Disney Studios


Eckdaten

Erscheinungsjahr: 2016

Studio: Walt Disney Studios

Regie: Jon Favreau

Dauer: 1h 46 Minuten

Bekannte Schauspieler (Stimmen): Lupita Nyong’o, Idris Elba, Scarlett Johansson, Ben Kingsley

Einziger echter Schauspieler: Neel Sethi


Inhaltsangabe

Mogli (im Englischen Mowgli) wurde von Wölfen aufgezogen und lebt seit er sich erinnern kann im Dschungel. Sein Freund, der Panther (politisch korrekt: schwarzer Leopard) Baghira (von dem ich immer dachte er wäre eine sie), ist immer an seiner Seite. Doch selbst er kann ihn nicht vor dem Zorn des Tigers Shir Khan bewahren, der die Menschen über alles hasst und Mogli tot sehen will. So muss Baghira Mogli zum Menschendorf bringen, um ihn zu retten. Doch Shir Khan ist ihnen dicht auf den Fersen und nicht nur er, sondern auch andere Gefahren lauern im Urwald: die Schlange Kaa, die rote Blume aka Feuer, der Affenkönig King Louie und und und.


Werbung

IMG_0354Richtig viel Werbung wurde nicht für den Film betrieben, höchstens ein paar Trailer im Fernsehen etc. Doch das hat ausgereicht, um mein Interesse zu wecken. Gerade das grüne Filmcover finde ich klasse gemacht und würde es mir jederzeit in die Wohnung hängen.


Ich und der Film

Ich bin kein Fan von das Dschungelbuch, und damit meine ich den Zeichentrickfilm. das liegt wohl daran, dass er mein erster Kinofilm war und ich eine Heidenangst vor Shir Khan und Feuer bekam. Seither habe ich den Film maximal 3 mal gesehen – keine Ahnung, wieso er damals im Kino kam, schließlich war er da schon Jahrzehnte alt. Aber an die Angst kann ich mich noch gut erinnern.

Die Geschichte ist größtenteils dieselbe – sogar manche Lieder kommen darin vor! Geschichtstechnisch haut der Film deshalb nicht vom Hocker, aber soll er ja eigentlich nicht, denn es ist immerhin ein Remake.

Schauspielerisch gibt es ja eigentlich nur einen: Neel Sethi, der den kleinen halbnackten Menschenjungen Mogli spielt. Und das aber richtig gut! Mit seinen gerade mal 12 Jahren (für mich war Mogli immer halb so alt, aber dann ging mir auf, dass das gar nicht sein kann) spielt er ganz allein den ganzen Film durch – alles andere ist animiert. Auffallen tut das natürlich keinem und Neel ist ein richtig begabter Schauspieler: Seine Mimik und Gestik ist nicht gestellt, es wirklich tatsächlich real, so als hätte er wirklich mit überdimensional großen Wölfen, Bären oder Panthern gekuschelt.

An der Stimmen-Front tat sich auch einiges: Ben Kingsley als Baghira, Lupita Nyong’o als Wolfsmama oder Scarlett Johansson als Kaa sind leider nur in Englisch zu hören – dafür waren z.B. Heike Makatsch oder Armin Rohde am Start. Balu und Bahira konnte ich im Deutschen kaum unterscheiden, ich glaube im Englischen ist der Film einfach besser wegen der außergewöhnlichen Starstimmen. Schade, dass sie nicht Ben Kingsleys deutsche Synchronstimme genommen haben für Baghira – die hätte ich sofort erkannt.

Apropos Animation: Diesbezüglich ist der Film ein echter Hingucker! So real animierte Tiere habe ich selten gesehen und auch die Landschaft ist einzigartig schön programmiert. Das alles sieht so real aus, lediglich die abartigen Proportionen lassen erkennen, dass die Szene nicht real sein kann. Was ich damit meine: Ich bin zwar nie vor einem richtigen Orang Utan gestanden so wie Mogli es tat (schon gar nicht in einer roten Unterhose 😉 ), doch ich bin mir sicher, dass er definitiv nicht fünf Meter groß und zehn Meter breit ist. Ein kurzer Schwenk in Wikipedia zeigt: maximal 1 Meter 50. Tja, da hat das Studio etwas übertrieben, finde ich – oder es ist halt künstlerische Freiheit.

Die Stimmung während des Films schwankt hin und her: Oftmals ist er fröhlich, manchmal witzig (die Stelle des ersten Treffens zwischen Balu und Mogli ist genial) und gegen Ende hin richtig spannend! Gerade der Endkampf zwischen Mogli und Shir Khan ist echt nervenaufreibend 😀

Zu den Liedern lässt sich vielleicht noch ein Wort verlieren: Lediglich Balus „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ (Instant-Ohrwurm) und King Louies „Ich wär‘ so gern wie du“ kommen im Film vor. Ersteres war natürlich irgendwie klar, letzteres fand ich ein wenig schräg. Es machte die Situation im Affentempel einfach richtig skurril, als dieser fette Affe plötzlich ein wenig zu rappen und dann zu singen anfängt. Das hat irgendwie nicht so gepasst. Soundtracktechnisch kamen gegen Ende des Films öfter mal orchestrale Versionen von „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“, von denen ich mir definitiv eine zulegen muss – denn die war einfach klasse!


Schlussplädoyer

The Jungle Book ist ein abendfüllender Klassiker im modernsten CGI-Gewandt. Überraschungen gibt es bezüglich der Handlung kaum welche, jedoch lässt er sich allein wegen der tollen Effekte, dem fluffigen Fell und der wunderschönen Umgebung anschauen. Auch ein toll besetzter Hauptcharakter (und eine Star-Stimmen-Besetzung wie es kaum besser geht) machen den Film sehenswert.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

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9 Gedanken zu „Rezension #7 {The Jungle Book}

  1. Ich habe mir auch überlegt, mir den Film anzuschauen. War mir aber sehr unsicher.
    Ich habe schon paar Kritiken gelesen, dass der Film sehr düster sei, obwohl er auch für sechsjährige freigegeben ist.
    Ich finde es ja super, dass auch gesungen wird 😀 Das Dschungelbuch mochte ich eigentlich immer sehr 😊

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    • Also für Sechsjährige finde ich ihn vielleicht ein wenig zu arg, aber ab 12 hätte ich ihn auch nicht gemacht, weil das einfach zu „hoch“ gewesen wäre. Ich vermute, die FSK ist so niedrig, weil ja fast alles animiert ist. Da können sie ein Auge zudrücken, aber wenn ich mir überlege, dass Taran und der Zauberkessel ab 0 Jahre ist, dann läuft bei denen etwas falsch 😀 gruseligster Kinderfilm ever 😉

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  2. Ich kann dir da voll und ganz zustimmen. Dieser Film ist genial und zurecht im Moment der best animierteste Film, der gerade läuft. Ich habe ihn letzte Woche auf Englisch geschaut und fande ihn einfach genial. Wie du schon sagst waren vor allem die Tiere und auch die Location einfach super gut umgesetzt. Man fühlt sich direkt in den Dschungel rein versetzt. Und abgesehen von King Louie waren die die Tiere wirklich der Hammer. Ich hatte zwischendurch echt Angst, weil es doch sehr real wirkt.
    Die Stimmen sind im Englischen wirklich super gewählt und ich bin froh, dass ich das Original geschaut habe. Alles in allem ein genialer Film, den man wirklich sehen sollte.
    Ach und im Englischen singt Kaa bzw. Scarlett Johansson auch noch. War das im deutschen Teil nicht so?

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  3. Ich mag deine Filmrezensionen wirklich sehr. Und tada, nun gibt es wieder eine. Vor kurzem habe ich auch das Dschungelbuch geschaut. Mich hat am Anfang sehr irritiert, dass die so realistisch wirkenden Tiere sprechen können. Ansonsten sehe ich den Film ähnlich wie du. Mir haben die Umsetzung und das schauspielerische Talent des kleinen Mogli unglaublich gut gefallen. Den rieseigen Orang-Utan empfand ich ebenfalls als skurril. Ich bin gespannt, was du als nächstes schauen wirst :-).

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    • Dankeschön 🙂 bei den Filmen fällt es mir irgendwie leichter eine Rezi zu schreiben, weil ich die besser im Kopf habe als ein langes Buch 😉
      Als nächstes kommt übrigens Civil War dran, zmdst was das Kino angeht – vor dem Film habe ich ein wenig Angst, weil er die Marvel-Welt doch ziemlich arg umkrempelt 😉

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