Rezension #14 {Alice im Wunderland – 1951}

Vorgestern berichtete ich über Alice im Wunderland 2010, das mehr oder minder Sequel zu dem Klassiker. Da ich das Original von Disney bisher nur einmal irgendwann in grauer Vorzeit gesehen habe, beschloss ich, dieses erneut anzusehen.


Alice im Wunderland [1951]

Quelle: videobuster.de; Copyright: Walt Disney Company

Quelle: videobuster.de; Copyright: Walt Disney Company


Eckdaten

Erscheinungsjahr: 1951

Studio: Walt Disney Studios

Dauer: 1 h 15 min

FSK: 0

Bekannte Schauspieler: Niemand, den ich kenne


Inhaltsangabe

Alice ist ein verträumtes Kind, die in ihrer eigenen Welt lebt. Und eines Tages folgt sie einem weißen Kaninchen, das immerzu zu spät kommt, ins Wunderland. Sie wird groß, dann klein, singt mit Blumen und trifft seltsame Gestalten: einen Dodo, die Chesire Cat, die rote Königin, das weiße Kaninchen, die rauchende Raupe Absolem, den Märzhasen und den verrückten Hutmacher … Doch irgendwann möchte sie auch wieder zurück in die normale Welt. Das ist manchmal allerdings nicht so einfach …


Ich und der Film

 Ich muss sagen, ich konnte mich an nichts mehr erinnern, obwohl ich den Film schon gesehen habe. Macht aber nix, der Film war wirklich seltsam und ich muss gestehen, dass ich kein Fan davon bin.

Fangen wir vielleicht mit der Handlung an:

Jap, das war sie, grob zusammengefasst. Es gibt nämlich eigentlich keine Handlung. Es erschließt sich mir nicht, wieso Alice mit aller Gewalt dem weißen Kaninchen folgen muss – denn das ist ja schon fast ein Zwang. Die Gerichtsverhandlung am Ende erinnerte mich stark an einen gewissen Franz Kafka und ich kann es nicht fassen, dass ich diesen Namen noch einmal irgendwo niederschreiben muss… meh, einfach meh.

Und dann diese brutale Geschichte mit den supersüßen Austern – die dann am Ende vom fetten Walross aufgefressen werden. Korrigiert mich, wenn ich da überreagiere, aber in neueren Kinderfilmen käme sowas nicht vor. Klar, die rauchende Raupe auch nicht, aber das war einfach zu viel des Guten für mich. Die waren so süß!

Alice selbst ist einfach nur nervig, ich mag sie einfach nicht. Sie kann sich nicht entscheiden, was sie nun will, ob sie gehen oder bleiben will oder Tee trinken oder nicht. Einzig Absolem, die rauchende Raupe, ist klasse. Man sollte sich diese Stelle mal in Englisch anschauen, denn die ist wirklich super gemacht. Er sagt nämlich immer das, was er auch raucht oder umgekehrt 😀 Er fragt Alice ständig „Who are you?“ und aus seinem Mund schießen die Rauchwolken in Form von O R U ? Und wenn er sagt „I know not“ kommt ein Schleifchen aus seinem Mund geflogen (wegen knot). Sehr witzig. Vielleicht gefielen mir auch noch die Regenschirmgeier, Bleistiftspatzen, Butterbrotschmetterlinge (im Englischen Bread & Butterflies) und Schaukelpferdfliegen, aber die waren nicht nennenswert lange im Film dabei. Der Rest ist gequirlter Mist.

Aber darum geht es ja eigentlich in Alice im Wunderland. Wie das Mädchen eingangs sagte, ergäbe in ihrer Welt nichts Sinn. Die Blumen könnten sprechen und Katzen würden sich vor einem verneigen. Aber ich finde, da der Film wirklich gar keine Handlung hat, ist er ziemlich unnötig. Mir hat er jedenfalls nicht gefallen, aber das liegt auch daran, dass ich Filme ohne erkennbaren Grund nicht leiden kann – deshalb fällt mir Alice im Wunderland auch in jeder Fassung so schwer. Genau wie Das Kabinett des Dr. Parnassus zum Beispiel, welches für mich eine Qual ist anzusehen. Aber der Fairness halber sei gesagt, dass das Originalbuch ja auch so abgedreht ist – was es aber nicht wirklich entschuldigt, schließlich hat mir das 2010er Alice im Wunderland recht gut gefallen.


Schlussplädoyer

Bevor ich Alice im Wunderland [1951] meinen Kindern zeige, werde ich wohl erst alle restlichen Filme von Disney durcharbeiten. Ich konnte mich überhaupt nicht zurecht finden in dieser verrückten Welt, was einerseits Sinn der Sache wohl ist, andererseits unheimlich nervig. Ich bin einfach kein Fan von zusammenhanglosen Filmen, wie dieser es klar ist, und wenn kafkaeske Gerichtsverhandlungen darin vorkommen, vergeht mir ganz die Lust daran.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

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