Rezension #49 {Never Never: Part One}

Dieses Buch stand schon ziemlich lange auf meiner Leseliste, aber ich habe mich lange darum gedrückt. Wieso? Weil ich aus dem Klappentext einfach nicht schlau wurde und es nicht einordnen konnte. Ich dachte mir, es wäre eine Art Fantasy (wegen Never Never, was in Plötzlich Fee ja der Begriff des Reiches der Feen ist) und Lovestory, aber noch etwas anderes. Jetzt habe ich es gelesen und OHA! Es ist ganz anders als gedacht – und besser!


Never Never: Part One

1


Eckdaten

Autor: Colleen Hoover

Verlag: Createspace (Selfpublishing)

Sprache: Englisch

Erscheinungsdatum: Januar 2015

Band: 1 von 3

Folgeband: Never Never: Part Two; Never Never: Part Three (wer hätte es ahnen können!)

Preis: 7,18 € (Taschenbuch)


Inhaltsangabe

Folgendes sagt der Klappentext:

Best friends since they could walk. In love since the age of fourteen.
Complete strangers since this morning.
He’ll do anything to remember. She’ll do anything to forget.

Folgendes sage ich:

Als Charlie und Silas aufwachen, wissen sie nichts mehr. Nichts über sich, ihre Eltern, Freunde, einander. Schnell schließen sie sich zu einem Team zusammen, um diesem Rätsel nachzugehen – und finden heraus, dass sie ein Paar sind. Sie müssen in ihrer nicht so astreinen Vergangenheit wühlen, Altes neu entdecken und neue Erfahrungen machen. Doch wieso können sie sich nicht erinnern? Wird es genauso sein wie vor dem Gedächtnisverlust und die beiden lieben sich so sehr es nur geht? Oder entfernen sie sich voneinander?


Cover

Das Cover ist recht simpel, aber eindrücklich. Es passt zur mysteriösen Stimmung des Buches und der Charaktere. Es ist ein wenig schade, dass sie bei Band 2 und 3 nur den Titel geringfügig geändert haben, aber da steh ich drüber – das Buch ist zu gut, um kritisiert zu werden.


Ich und das Buch

Dieses Buch ist der Hammer! Ehrlich, es ist so schade, dass a) viele Geburtstage meiner Freunde schon vorbei sind und b) es noch keine deutsche Übersetzung gibt. Denn dieses Buch würde ich ohne zu zögern jedem empfehlen, der irgendwie liest 😀 Wieso ist das so?

Naja, zuerst einmal ist es eine vollkommen neue Idee, die Colleen Hover da hatte – klar, das ewige Erleben eines einzigen Tages ist eine ähnliche Idee, doch trotzdem ganz anders als die Geschichte, die man hier liest. In Band 1 geht es hauptsächlich darum, dass beide erst einmal entdecken, dass sie gar nichts wissen und versuchen, mit der Sache umzugehen. Aber der Clou an der Sache ist, dass Charlie und Silas keine unbeschriebenen Blätter sind. Immer mehr dunkle Seiten decken die beiden auf, denn in ihrem Leben läuft so einiges verkehrt: Affären, Anschuldigungen, verfeindete Familien, böse Freunde … Und der Leser denkt sich: Fangen sie von vorne an oder machen sie so weiter wie sie vor dem Verlust ihrer Erinnerungen waren?

Erzählt wird das Ganze abwechselnd in Ich-Perspektive aus Sicht von Silas und Charlie. Dabei merkt man genau, wie unterschiedlich die beiden doch sind. Während Silas Liebesbriefe von sich an Charlie entdeckt, kämpft die mit der Sorge, ein gefühlloses Miststück ohne Herz zu sein. Beide fühlen sich zueinander hingezogen, wohl auch weil sie wissen, dass sie bereits seit 6 Jahren zusammen sind. Und doch gehen beide unterschiedlich damit um.

Ich persönlich finde Silas sympathischer, vor allem in Band 1. Er möchte Charlie näher kennen lernen, die sich aus irgendeinem Grund vor ihm verschließt. Und er möchte die Wahrheit herausfinden, wieso sie alles vergessen haben.

Die Stimmung im Buch ist relativ gedrückt und mysteriös. Immer wieder stoßen die beiden auf neue Antworten, die sie gar nicht überzeugen, ihr Gedächtnis wiedererlangen zu wollen. Der Leser fiebert bei jeder einzelnen Seite mit und möchte genauso dringend wie die beiden erfahren, was denn eigentlich los ist. Dazu kommt noch, dass das Setting in der Nähe New Orleans spielt, die ja für ihre Voodoo-Tricksereien bekannt ist. Das legt den Schluss nahe, dass etwas Übernatürliches zu dieser Situation geführt hat, aber beweisen lässt es sich vorerst nicht.

Anfangs dachte ich ja, es hätte etwas mit Feen zu tun, da ich „Never Never“ so oft in der Iron-Fey-Saga gelesen hatte (Plötzlich Fee) – da lag ich so weit entfernt wie nach New Orleans und zurück 😀 Aber ein Buch über Magie ist es auch nicht, eher eine Art Drama mit einem Hauch Mystery. Aber das ist das Tolle an diesem Buch: dass man es nicht wirklich einordnen kann.

Das Ende von Band 1 ist übrigens ziemlich genial, da ein riesiger Plot Twist PLUS Cliffhanger eingebaut ist. Aber Band 2 und 3 sind auch bereits erschienen und nicht wirklich teuer, daher kann man das verschmerzen. Band 1 löst die Probleme der beiden nicht im Mindesten, er erschwert sie eher, deshalb bin ich direkt zu Band 2 übergegangen – und das solltet ihr auch tun!


Schlussplädoyer

Never Never: Part One ist ein total geniales, außergewöhnliches Buch. Eine Kombination aus Lovestory, Mystery und Drama, wie ich es noch nie so gelesen habe. Wer auch nur ein kleines bisschen Englisch kann, der sollte sich dieses Buch zu Gemüte führen, denn es ist toll geschrieben, hat eine fesselnde, neuartige Story und viele Überraschungen!

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

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12 Gedanken zu „Rezension #49 {Never Never: Part One}

  1. Pingback: Buch – Never Never | An's Bücher, Serien & Filme

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