Rezension #54 {Merle und die fließende Königin}

Eines der ersten Fantasy-Jugendbücher, die ich gelesen habe. Das war die Zeit von Kai Meyers Wellenläufer- und Wolkenvolk-Trilogie sowie der genialen Bartimäus-Trilogie von Jonathan Strout. Ach, und Eragon ♥


Die fließende Königin

merle


Eckdaten

Autor: Kai Meyer

Verlag: Carlsen

Sprache: Deutsch

Erscheinungsdatum: Februar 2004

Band: 1 von 3

Folgeband: Das steinerne Licht, Das gläserne Wort

Preis: ? – nur noch gebraucht verfügbar


Inhaltsangabe

Venedig, in einer Zeit, da die Belagerung durch den wiederauferweckten Pharao und seine Heerscharen von Mumien am Höhepunkt angelangt ist. Merle ist ein Waisenmädchen, das in der belagerten Stadt, die von der fließenden Königin in den Kanälen beschützt wird. Sie und Junipa, ein Mädchen mit Spiegelaugen, arbeiten für den mysteriösen Archimboldo. Da wird die fließende Königin verraten und es liegt an Merle, zusammen mit ihr zu fliehen, um ihre geliebte Stadt zu retten.


Cover

Das alte Cover hat mir auch noch nie besonders gefallen, doch das Taschenbuchcover gefällt mir noch weniger. Naja, das gebrauchte Exemplar, das ich gekauft habe, ist sowieso so ramponiert, dass dem Vorbesitzer mit einem fetten Buch eins übergebraten gehört hätte! Von daher ist es bei diesem Buch egal, wie es aussieht.


Ich und das Buch

Kai Meyer hat, und das muss ich jetzt wieder feststellen, eine ziemlich eigene Art zu schreiben. Und was mir damals so gut gefallen hat, war dieses Mal irritierend. Ich finde, er schreibt eher wie ein Märchenerzähler als jemand, der in der Geschichte drin ist, und das stört mich ein bisschen. Denn andere Bücher sind auch nicht in Ich-Perspektive geschrieben, und trotzdem fühlt und leidet man mit dem Hauptcharakter mit. Das ist mir jetzt leider nicht passiert.

Band 1 erscheint mit wie ein gigantischer Prolog, denn die Action beginnt eigentlich erst am Ende des Buches. Es war eher ein dümpelndes Vor-sich-hin-lesen, was wirklich schade war, denn früher hat mir das Buch viel besser gefallen. Ich glaube, es liegt auch einfach daran, dass ich früher näher an der Zielgruppe war.

Merle selbst kommt sehr distanziert rüber, was an der Erzählweise liegt, aber auch an ihren Gedanken. Irgendwie konnte ich sie nicht ganz verstehen. Naja, einzig der steinerne schwarze Löwe war echt klasse. Und die Lovestory zwischen Merle und Serafin, die da angedacht ist, kann man auch knicken. Irgendwie passt das nicht ganz rein.


Schlussplädoyer

Die fließende Königin hat mich als 12-Jährige sehr begeistert, daher empfehle ich es immer noch weiter. Doch jetzt, fast genau 10 Jahre später, las es sich eher wie ein langsames Märchen wie das spannende Abenteuerbuch, das ich damals gelesen habe. Verrückt, wie die Zeit einen verändern kann…

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

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Ein Gedanke zu „Rezension #54 {Merle und die fließende Königin}

  1. Die Trilogie fand ich früher (ich war wahrscheinlich auch so 12?) total toll – aber ich denke auch, wenn ich es heute nochmal lesen würde, wäre ich sehr viel weniger begeistert. ^^
    Aber Bartimäus und Eragon (<3) – da bin ich mir sicher, dass ich es auch immer noch toll finden würde. Sollte ich vielleicht nochmal lesen…

    Gefällt 1 Person

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