Rezension #56 {Aschenkindel}

Ja, es klingt nach einem Märchen. Und ja, es klingt wie Aschenputtel. Aber nein, ganz so läuft es dann doch nicht ab – aber fast 😉


Aschenkindel – Das wahre Märchen

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Eckdaten

Autor: Halo Summer

Verlag: Selfpublisher

Sprache: Deutsch

Erscheinungsdatum: 2016

Band: 1 von 1

Ähnliche Bände: Die Sumpfloch-Saga spielt im selben Universum

Preis: 2,99 € (eBook)


Inhaltsangabe

Claerie Farnflee aka Aschenkindel verlor ihren abenteurerischen und nicht wirklich guten Vater, lebt seitdem als Hausmädchen im Haus ihrer Stiefmutter, zusammen mit ihren beiden Stiefschwestern. Sie hat sogar eine gute Fee, aber die hat keine so guten Abschluss und ist deswegen auch nicht wirklich nützlich. Das Schicksal scheint sich nicht zu wenden, doch eines Tages trifft Claerie einen mysteriösen Typen im Wald, der sie für einen Vampir hält. Aber pah, ist der unfreundlich! Und dann wird sie noch von der guten Fee gezwungen, in den Palast zu gehen und um den Prinzen zu kämpfen, obwohl sie ihn für einen verweichlichten Idioten hält. Wenn es nach dem Märchen Aschenputtel geht, müsste der Prinz der mysteriöse Typ sein, der sie für einen Vampir hält. Aber ist er es? Erzählt das Märchen die Wahrheit?


Cover

Das Cover ist süß gemacht und irgendwie passend. Es sieht mysteriös aus und auch irgendwie nach Aschenputtel.


Ich und das Buch

Halo Summer und ich sind keine Unbekannten. Ich habe Band 1 bis 4 der Sumpfloch-Saga, eine Saga für Kinder bzw. junge Jugendliche, gelesen und fand sie märchenhaft geschrieben. Die Distanz zu den Charakteren und die fast schon gegensätzliche Detailtreue der gesamten Erzählung hat mich beeindruckt. Deshalb dachte ich, mit Aschenkindel wäre ich in guten Händen.

Wer die Sumpfloch-Saga nicht kennt, für den ist das nicht schlimm. Ich selbst erinnere mich nicht mehr so gut an die Geschichte im Einzelnen, und trotzdem war Aschenkindel unterhaltsam. Dass es um das Kinyptische Kaiserreich geht, ist eine der wenigen Verbindungen zur Saga, die man getrost akzeptieren kann.

Aschenkindel ist vom Schreibstil her anders als die Saga. Gerade am Anfang, als Claerie noch rebellisch und sehr anti-cinerellig ist, ist es witzig, wie derb und ungehalten sie eigentlich ist. Da es in Ich-Perspektive geschrieben ist, ist man auch näher an Claerie dran als bei der Saga. Schließlich geht es hier ja auch nur um sie und nicht wie in der Saga um noch fünfzig andere Leute 😀

Die Story beginnt so wie man sie kennt: mit einem Ball, auf dem der Prinz sein Mädchen aussuchen soll. Die gute Fee hat irgendwie die Einladung gekriegt und will Claerie dorthin schleifen. Die hat aber keinen Bock, geht halt aber wenn es sein muss doch hin. Zwischendurch trifft sie einen mysteriösen Typen im Wald, den sie nicht leiden kann. Aber irgendwie doch. Ziemlich sogar. Typischer Bad-Boy-Charme.
Dann kommt der Bruch und die Geschichte entfernt sich immer weiter vom Bekannten. Denn der Typ ist noch viel mysteriöser und er ist der … naja, ihr solltet es lieber lesen. Wie gesagt, die Story entfernt sich immer weiter von dem, was man kennt, was erfrischend und gleichzeitig lustig ist.

Claerie an sich ist eigentlich ein liebes Mädchen, das durch die raue Zeit einfach so ruppig geworden ist. Doch im Laufe des Buches wird sie immer mehr zu der eigentlichen Cinderella/Aschenputtel, die mutig und freundlich und tapfer ist. Mir hat sie ehrlich gesagt am Anfang besser gefallen, das muss ich zugeben.

Doch das „Märchen“ liest sich leicht und flott, nach 190 Seiten ist dann Schluss und man kann es getrost weglegen. Es ist keine Meisterleistung, gerade das Ende fand ich ein wenig seicht und zu bilderbuchmäßig, aber ansonsten ist es eine süße Geschichte.


Schlussplädoyer

Aschenkindel ist eine kurze Lovestory aus dem Sumpfloch-Saga-Universum. Anfangs klammert man sich noch an das gewohnte Cinderella-Märchen, muss aber bald darauf feststellen, dass es doch nicht so läuft wie man das erwartet. Es ist ein kurzes Lesevergnügen für ruhige Stunden, aber man sollte nicht zu viel von diesem Buch erwarten.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

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