Rezension #18 {Batman vs Superman – Dawn of Justice}

Lang lang ist’s her – jetzt kam die Blu Ray raus und ich habe sie mir gekauft – samt Ultimate Edition, die schlappe 20 Minuten länger geht! Da braucht man viele Nerven bei dem ganzen Kaboom und Kaswoosh 😀


Batman vs Superman – Dawn of Justice

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Passend zu meiner neuen Superman-Hose von EMP 😉


Eckdaten

Erscheinungsjahr: 2015

Regie: Zack Snyder

Dauer: 3h 01 Minute (Extended Version)

FSK: 12

Bekannte Schauspieler: Henry Cavill, Ben Affleck, Gal Gadot, Amy Adams, Laurence Fishburne


Inhaltsangabe

Superman hat in „Man of Steel“ die Welt gerettet, doch nicht jeder ist erfreut über seine Offenbarung. Einigen halten ihn für einen Retter, wie Lois Lane, andere für einen Außerirdischen, der zu bekämpfen ist. Letzterer Meinung ist auch Bruce Wayne alias Batman, der neben seiner Abneigung Superman gegenüber aber auch noch nach „White Portuguese“ sucht, der oder das angeblich eine Waffe besitzt, mit welcher man den Helden töten könnte. Amerika stellt sich die Frage, ob Superman eigenmächtig handeln dürfe, doch nicht nur die Regierung, sondern auch der ambitionierte und leicht wahnsinnige Lex Luthor sind hinter Superman her. Und der greift zu drastischeren Mitteln, die bald die ganze Welt gefährden könnten.


Ich und der Film

 Bei DC-Filmen scheiden sich die Geister wie fast bei keinem anderen „Genre“. Irgendwie macht Marvel anscheinend alles richtig und DC alles falsch. Zwar hat sich DC schon so einige Patzer erlaubt mit seinen Verfilmungen von Superhelden, denn seien wir mal ehrlich, Filme wie Green Lantern waren echt schlecht. Ich persönlich habe noch dazu eine sehr oft nicht geteilte Abneigung gegen alle drei Batman-Filme – sorry, The Dark Knight -, weshalb ich sehr oft mit Kopfschütteln bedacht werde. Aber ich finde, Man of Steel ist eigentlich recht gut geworden und den Nachfolger finde ich persönlich sogar noch besser. Wieso, das lest ihr jetzt.

Fangen wir einfach mal am Anfang an. Der Anfang wie auch das Ende ist von Bruce Wayne erzählt und natürlich geht es um seine Eltern. Es beginnt jedoch bereits bei der Beerdigungsfeier mit Rückblenden zur schrecklichen und traumatischen Nacht für den kleinen Bruce. Ich fand den Anfang richtig gut gemacht, die Verzweiflung des kleinen Jungen und die Hintergrundmusik, dazu das gestochen scharfe Bild mit den Perlen – es hat alles gepasst. Die anschließende Überleitung, wie Bruce Wayne die Ereignisse aus Man of Steel in Metropolis erlebt hat und weshalb er Superman nicht leiden kann (okay, er hat den Wayne-Tower zerhagelt und hunderte Mitarbeiter getötet, da wäre ich auch sauer), ist auch klasse gemacht und lässt alles Vergangene Revue passieren.

Dann kommt natürlich irgendwann Superman ins Spiel. Henry Cavill ist wie aus dem Ei gepellt und perfekt für diese Rolle (bis auf seine Brustbehaarung 😉 ). Glücklicherweise ist Lois Lane in diesem Film nicht so gehirnamputiert und erkennt nicht, dass Superman und Clark Kent dieselbe Person ist. Superman wirkt irgendwie unnahbar, möchte alles richtig machen. Ich verstehe seinen Zwist, er kann nicht überall sein, aber weil es ihn gibt, verlangt auch jeder, gerettet zu werden. Fast niemand kapiert, dass er eigentlich auch nur menschlich ist, schließlich wurde er ja von Menschen erzogen. Sie sehen in ihm teilweise einen (falschen) Gott und verlangen, dass er auch so handelt. Aber wenn ein Mensch und seine Liebsten fürchtet, tut er auch alles, um sie zu schützen. So ist das auch mit Superman, nur dass der halt mal ein ganzes Dorf zerlegt bei dem Versuch …

Bleiben wir bei Supermans Liebsten, oder wie ich sie nenne: Lois Lusche Lane. Mir hat Amy Adams Rolle in diesem Teil nicht so gut gefallen wie im ersten, denn sie kommt so hilflos rüber. Klar, zerbrechlicher Mensch und so, aber in Teil 1 hatte sie deutlich mehr taffe Szenen und hat auch mal was gerissen, anstatt wie hier ständig in Gefahr zu geraten und dann gerettet werden zu müssen.

Ganz im Gegensatz steht Gal Gadot als Wonder Woman. Sie war ein Juwel in dem doch sehr männerlastigen Film und ich fand sie irgendwie einfach cool. Der gute Bruce steht glaub ich ein bisschen auf sie. Deshalb bin ich auch auf den Solofilm mit ihr gespannt, nicht nur weil Chris Pine mitspielt 😉

Jetzt aber mal zur Länge. Okay, der Film geht gefühlt eeeewig, aber er zieht sich glücklicherweise nicht in die Länge. Es sind immer wieder Szenenwechsel, Stimmungswechsel, Wechsel der Charaktere und auch Plot Twists verankert, die das Ganze nicht langweilig machen. Wenn ich mir überlege, wie furchtbar langwierig die letzten beiden Transformers-Filme waren (ich hatte das Gefühl, schon seit 10 Stunden zu sitzen), dann muss ich dafür, dass der Film 3 Stunden geht, ein Lob aussprechen.

Die Story fand ich gut durchdacht und verworren, anfangs kam ich nicht so ganz dahinter, was die Szenen eigentlich im Film zu suchen hatten. Aber alles hatte seinen Platz und Sinn, deshalb lässt sich darüber nicht meckern. Lediglich die Abscheulichkeit am Ende fand ich etwas übertrieben, aber naja, gehört schon irgendwie zu Superman-Geschichten dazu, oder?

Was ich seltsam fand – das hat mich ehrlich gesagt auch schon in Man of Steel gestört – waren diese komischen Träume/Visionen. Irgendwie passten sie nicht ganz zum restlichen Film, sagten für mich auch nichts aus. Hätte man genauso gut weglassen können, wenn ihr mich fragt.

Letztendlich muss ich noch meine Meinung über Batman loswerden, die sich vielleicht nicht mit der allgemeinen Meinung deckt. Aber dazu ist Meinungsäußerung ja da 😉 Ich persönlich (!) finde Ben Affleck als Batman besser … Ich fand Christian Bale als The Dark Knight schon immer eine Lusche, mir hat er nie gefallen und dieses selbstmitleidige Dasein, das Batman zu Eigen ist, kann ich dreimal nicht leiden. Davon bin ich in diesem Film verschont geblieben, deshalb mochte ich ihn vielleicht mehr. Ben Affleck ist eine Kiste wie sie im Buche steht, mit dem fetten Anzug füllt er die Leinwand aus, aber irgendwie passt es ja, schließlich will er einen vermeintlichen Gott besiegen – dass er es fast geschafft hätte: Hut ab! 😀

Schlussendlich geben die beiden doch ein passables Team ab, mit Wonder Woman als Augenschmaus in der Mitte. Das Ende des Film kam für mich überraschend, doch nicht so schlimm wie bei vielleicht anderen Heldenstories. Denn Superman … ist eben Superman, und der ist … naja, Superman eben 😉


Schlussplädoyer

Wer viel Zeit einplant und Man of Steel kennt, der kann sich getrost Batman vs Superman – Dawn of Justice anschauen. Ich finden den Film toll gemacht, mit guten Schauspielern, einem besseren Batman und der besten Wonder Woman, sowie einer gut ausgedachten Story und spannenden Plot Twists. Die düstere Atmosphäre wird zwar kaum durch Witze aufgelockert, wie man das von Marvel gewohnt ist, doch sie passt zum Vorgänger und lässt sich die knapp 3 Stunden auch aushalten.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

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2 Gedanken zu „Rezension #18 {Batman vs Superman – Dawn of Justice}

  1. Ich habe ihn auch noch nicht gesehen, da er nur im überteuerten Cinemaxx lief. Ich werde ihn mir aber bald auf DVD besorgen und bin schon gespannt. Entweder hasst man ihn ja oder man mag ihn…dazwischen scheint es nichts zu geben. Ich gehe nüchtern an den Film ran, erwarte auch keinen neuen Avengers. Denn seien wir mal ehrlich, Marvel spielt mittlerweile in seiner eigenen Liga, da die Filme einfach nur wie du sagst alles richtig machen. Ich vergleiche ihn nicht mit einem Marvel Film und hoffe er überzeugt dann.

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