Rezension #57 {Wie Monde so silbern}

Netterweise hat mir der Carlsen Verlag ein Rezensionsexemplar von „Wie Monde so silbern“ geschickt, welches am Freitag direkt bei mir ankam. Wie ihr vielleicht aus Instagram und Facebook mitbekommen habt, war ich fleißig am Lesen und habe es gestern Abend beendet und gleich mal mit der Rezi angefangen. Weiterlesen lohnt sich wirklich, denn dieses Buch ist genial!


Wie Monde so silbern – Die Luna-Chroniken Band 1

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Eckdaten

Autor: Marissa Meyer

Verlag: Carlsen

Sprache: Deutsch

Erscheinungsdatum: Juni 2015

Band: 1 von 4

Folgebände: Wie Blut so rot, Wie Sterne so golden, Wie Schnee so weiß

Preis: 9,99 € (Taschenbuch); 18,90 € (Hardcover)

Link: Taschenbuch Hardcover


Inhaltsangabe

Auf einer Erde, die nur noch aus 6 Ländern besteht, mit Überbevölkerung und einer weltweiten Pandemie durch die sogenannte Blaue Pest, die innerhalb von einer Woche tötet, lebt Cinder, ein – ehemals – Mädchen. Ehemals, denn sie ist ein Cyborg und besteht zu knapp 40 % aus Metall und Kabeln. Zusammen mit ihrer Stiefmutter und deren Töchtern lebt sie in Neu-Peking und verdient ihren Lebensunterhalt durch ihre Mechaniker-Fähigkeiten. Erst, als Kronprinz Kai sie um Hilfe bittet, seine alter Lehrdroidin zu reparieren, kommt Schwung in ihr Leben. Doch leider mehr, als sie sich gewünscht hätte. Denn während ihre einzige Freundin in der Familie von der Blauen Pest befallen wird, ihre Stiefmutter noch unausstehlicher wird und sich eine Romanze zwischen Cinder und Kai anbahnt, kommt Königin Levana, die machthungrige und grausame Herrscherin von Luna, des Mondes, zu Besuch – die nichts anderes im Sinn hat als die Weltherrschaft. Und natürlich gibt es noch einen Ball – doch der scheint nebensächlich im Vergleich … oder doch nicht?


Cover

Schon seit einigen Monaten, als ich das Hardcover in einem Thalia habe liegen sehen, stand es auf meiner Wunschliste (ich habe diese sogar hier gepostet). Damals ist mir gleich das fabelhafte Cover aufgefallen. Dazu noch der schöne Titel, es war perfekt … nur etwas teuer, weshalb ich es nicht gleich mitgenommen habe 😀 ein Fehler, wie sich herausstellen sollte.

Aber zurück zum Cover. Der Klappentext, der für mich auch zum Cover gehört, verrät fast schon das Ende des Buches, was ich ein wenig schade finde, aber noch okay. Dagegen sagt der Titel überhaupt nichts über den Inhalt aus. Na gut, es geht auch um Bewohner des Mondes, aber der englische Titel namens „Cinder“ passt da irgendwie viel besser, finde ich.

Unten könnt ihr euch übrigens alle drei Cover anschauen, die des englischen Buches, des deutschen Taschenbuchs und Hardcovers. Ich persönlich finde das Hardcover am schönsten, danach folgt das englische Cover – denn das spiegelt irgendwie die Seele des Buches wider. Aber das Hardcover sieht einfach so super edel aus – ich habe es mir gleich auf Booklooker noch dazu bestellt 🙂


Ich und das Buch

Sobald ich das Buch in den Händen hielt, habe ich angefangen zu lesen – und konnte es nicht mehr weglegen. Ich hatte zu Anfang etwas völlig anderes erwartet, war zu allererst verdutzt, dass Cinderella, die hier offensichtlich gemeint ist, ein Cyborg ist! Eine coole Idee, diesen noch in einer Art dystopischen neuen Welt zu integrieren, mit Droiden, Hovern, Netscreen und so weiter.

Aber beginnen wir vielleicht mal mit der Erzählweise. Meistens begleitet man Cinder auf ihrem Weg, in sehr seltenen Fällen auch mal Kai. Allerdings ist es in personaler Erzählweise geschrieben, weshalb man Cinder nicht so nahe kommt wie bei einer Ich-Perspektive. Das hat mich aber nicht gestört, im Gegenteil, es war trotzdem so lebendig und emotional, als wäre es in Ich-Perspektive geschrieben worden.

Neu-Peking ist kein tolles Setting, doch was man so liest, verrät einem, dass die gesamte Welt nach dem vierten Weltkrieg kein tolles Setting mehr ist. Cinders Welt ist sehr begrenzt und findet eigentlich nur in den vier Wänden ihrer Stiefmutter bzw. Stieffamilie, ihrem Stand auf dem Markt und dem kaiserlichen Palast statt. Dadurch kann man sich gut hineinversetzen und konzentriert sich eher auf die Handlung, als die Umgebung. Auch wenn diese lebhaft und detailgetreu beschrieben ist.

Cinder war mir auf Anhieb sympathisch. Klar, dass sie mit ihrem Namen und ihrer Geschichte die Cinderella der Story ist, doch der Ball ist bei Weitem nicht das Wichtigste an ihrer Geschichte. Cinder ist bodenständig, hat einen lustigen trockenen Humor und lässt sich unter keinen Umständen unterkriegen – eine richtige Kriegerin ist sie.
Aber auch Kai war mir sympathisch, obwohl mir der Name langsam auf die Nerven geht 😀 denn das ist das zweite Buch, in dem der männliche Gegenpart Kai genannt wurde. Rezension zu diesem Buch, das sich Soulbound – The Return of the Elves nennt, folgt dann am Donnerstag. Kai ist ebenso bodenständig, stets besorgt, aber auch fürsorglich und hat Mumm – denn gegen Levana, die gedankenverwirrende verrückte Königin des Mondes, muss man den auch haben.
Levana kann ich übrigens überhaupt nicht leiden. Die Gute bzw. Böse ist eine derart grausame und intrigante Person, dass ich Kais Unmut nur zu gut verstehen kann. Auch ich möchte die Königin fallen sehen – doch das wird wohl noch ein paar Bände auf sich warten lassen müssen.

Die Geschichte ähnelt nur im Entferntesten der eigentlichen Aschenputtel-/Cinderella-Story, was aber überhaupt nichts ausmacht. Sie hat immer wieder Parallelen, geht aber natürlich noch viel tiefer und verworrender vor als das eigentliche Märchen. Es war toll, Cinder zu begleiten auf ihrem Weg, denn es ging hier nicht hauptsächlich darum, ein Kleid zu finden und auf den Ball zu gehen. Eher ging es Cinder um Familie, Treue und Selbstfindung, etwas, das die eigentliche Cinderella zwar ebenfalls pflegt, bei ihr aber nicht im Vordergrund steht.

Das Ende war gleichermaßen toll, ein wenig vorhersehbar, aber auch schrecklich – denn es endete mit einem Cliffhanger, der mich dazu gebracht hat, Band 2 gleich zu bestellen. Auf den warte ich jetzt schon sehnsüchtig, muss aber wohl noch bis morgen aushalten.

Zum Schluss möchte ich noch eines Anmerken: Beim Lesen kamen mir immer wieder ein paar andere Geschichten in den Sinn, mit denen ich das Buch gern vergleichen möchte. Denn Cinder war in meinen Augen wie Rey aus Star Wars 7, die Droiden und vor allem Cinders Droidenfreundin Iko hat mich an einen sprechenden BB-8 erinnert. Gleichzeitig fand ich die Welt so eindrücklich wie die aus der Legendtrilogie und natürlich kann niemand die Parallelen zur Cinderella-Story verneinen.


Schlussplädoyer

Alles in allem ist Wie Monde so silbern eine tolle Mischung aus Cinderella, Legend und Star Wars. Die Geschichte ist toll erzählt, hat traurige und fröhliche Momente, eine kleine Liebesgeschichte und eine taffe Hauptcharakterin, mit der ich mitfiebern konnte.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

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2 Gedanken zu „Rezension #57 {Wie Monde so silbern}

  1. Ich habe so lange überlegt ob ich mir das Buch holen soll. Erst letztens habe ich überlegt das Buch auf meine Geburtstagswunschliste zu schreiben habe es aber dann gelassen. Doch jetzt muss ich es einfach machen. Man merkt einfach wie sehr du diese Geschichte liebst und das überträgt sich einfach automatisch. Danke für die tolle Rezension 🙂

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