Rezension #66 {A Court of Thorns and Roses}

Da ist man mal ausnahmsweise NICHT auf der Suche nach einem MĂ€rchen … und schwupps bekommt man eines 😀 Ich war jetzt lange Zeit (einige Wochen) auf der Bittersweet-Seite von Carlsen unterwegs und habe viele BĂŒcher davon gelesen. Viele, die mich an Selection, viele, die mich an einen Disney-Film erinnert haben. Danach, als „Abgewöhner“ habe ich mir A darker Shade of Magic reingezogen, quasi um davon runterzukommen. Und jetzt, wo ich es mir abgewöhnt habe und nach einem aufregenden Fantasy-Abenteuer gesucht habe, da treffe ich auf eine abgewandelte Form von Beauty and the Beast … und es hat mich voll erwischt – aber zum Positiven!

A Court of Thorns and Roses

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Quelle: bloomsbury.com


Eckdaten

Autor: Sarah J. Maas

Verlag: Bloomsbury

Sprache: Englisch

Erscheinungsdatum: Mai 2016

Band: 1 von 3

Folgeband: A Court of Mist and Fury, ?

Preis: 9,64 € [Taschenbuch]


Inhaltsangabe

Die Menschheit hat einen Pakt mit den Elfen: Ein kleines Reich fĂŒr sich, eine unĂŒberwindbare Grenze, der Rest der riesigen Welt fĂŒr die Elfen und ihre Höfe. Jahrelang waren die alten Pakte in Vergessenheit geraten, da bricht Feyre, eine verzweifelte Frau, im Kampf fĂŒr ihre Familie und gegen den unerbittlichen Winter, den Pakt und tötet einen Elf. Wenn auch unabsichtlich, muss sie ihre Strafe bezahlen, doch Tamlin, einer der Hohen Elfen, der mĂ€chtigsten Elfen, die es gibt und Lord des FrĂŒhlingshofes/FrĂŒhlingsreichs, lĂ€sst Gnade walten: Feyre muss mit ihm an seinen Hof kommen und dort fĂŒr immer leben.
Doch wieso ist der Lord, der immer eine Maske trÀgt, so nett zu ihr? Wieso ist die Magie, die den Elfen innewohnt, so geschwÀcht? Was hat es mit den bösen Kreaturen auf sich, die Tamlins Lang heimsuchen?
Feyre sucht nach Antworten, der Lösung auf ihr Problem und merkt langsam, ganz langsam, dass ihre Probleme denen Tamlins vielleicht doch nicht so unĂ€hnlich sind, wie sie glaubt …


Cover

Das Cover passt perfekt zur grausamen, aber auch wunderbaren Stimmung im Buch und jetzt, da ich es komplett gelesen habe, macht die Figur darauf auch wirklich Sinn.


Ich und das Buch

Ja, MĂ€rchen-Adaptionen hatte ich eigentlich abgeschworen. Doch nun stelle ich euch dieses Buch vor, das wie eine brutale, wunderschöne Version von Die Schöne und das Biest rĂŒberkommt. Wieso das Buch so genial ist, das erfahrt ihr jetzt!

Zuerst ist das Buch aus Feyres Sicht (Ich) geschrieben. Feyre ist neunzehn und hat schon viel erlebt: Den gesellschaftlichen Untergang ihrer Familie, die stĂ€ndige Angst vor dem Hungertod, die Ignoranz ihrer Schwestern und natĂŒrlich den Tod. Denn um ihre Familie zu ernĂ€hren, muss sie jagen gehen. Die Verzweiflung und den Hass gegen die Elfen, die ihnen das alles eingebrockt hatten, sind deutlich spĂŒrbar zu Beginn des Buches.

Dann die Kehrtwende: Feyre wird gezwungen, in das wunderschöne, reichlich gedeckte Land von Tamlin, einem der Elfenlords, zu ziehen. Doch Angst und Sorge um ihre Familie zehren sie natĂŒrlich auf. Das ganze ist wunderbar suspekt, denn obwohl sie einen der ihren getötet hat, benehmen sich alle furchtbar nett in ihrer Gegenwart.

Tamlin ist natĂŒrlich ein Schönling in einem perfekten Körper, nur dass Feyre sein Gesicht aufgrund der Maske niemals sehen kann. Was es mit der Maske und all den anderen komischen Begebenheiten auf sich hat, das erfĂ€hrt man erst sehr sehr spĂ€t.

Das Buch ist unheimlich lang. Fast 450 Seiten hat es und darin passiert so unheimlich viel, dass ich es kaum in Wort fassen kann. Man hÀtte das locker auf zwei BÀnde aufteilen können, aber ich bin froh, dass die Autorin das nicht getan hat.

Die Geschichte ist perfekt durchdacht, verworren und verwirrend. Denn hat man den Dreh raus und glaubt, zu wissen, was das alles auf sich hat, dann wird man zurĂŒckgeworfen mit neuen Fakten.

Das Ende ist unheimlich spannend, befriedigend und wunderbar. Mit ein paar kleinen Wehmutstropfen, die allerdings vollkommen verstĂ€ndlich sind. Man möchte sofort weiter lesen und mehr ĂŒber Feyre und Tamlin erfahren, mehr ĂŒber die andere Lords, das Unheil, das nur scheinbar abgewendet ist. Doch fĂŒr den Anfang lĂ€sst sich dieses Buch auch gerne allein lesen.

Die Schöne und das Biest ist eigentlich nur ein grober Vergleich, auch wenn man einige Details, wie die „Verwandlung“ der Dienerschaft (hier durch Masken), das Biest (Tamlin kann sich in eines verwandeln), die verrinnende Zeit der Rose (Tamlin hat eine ziemlich böse Deadline) und natĂŒrlich die Gefangennahme der Schönheit (hier Feyre), wiedererkennen kann. Trotzdem ist es so viel mehr, eine brutale, gewalttĂ€tige, dafĂŒr aber irgendwie noch schönere und berauschendere Version davon, die ich ziemlich gerne verfilmt haben wollte. Das wĂ€re was!


SchlussplÀdoyer

A Court of Thorns and Roses ist ein wunderbares Buch fĂŒr junge Erwachsene, die neben einer Liebesgeschichte auch brutale RealtitĂ€t und unheimliche Spannung ertragen können und wollen. Das Buch lĂ€sst jedes noch so kalte Herz erwĂ€rmen, ich habe gelacht, geweint, gelitten und geliebt mit den beiden Hauptcharakteren und kann nicht genug von ihnen bekommen, dass ich gleich Band 2 lesen muss.

So, da habt ihr’s 😉

Liebe GrĂŒĂŸe und Hakuna Matata

Isabella

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11 Gedanken zu „Rezension #66 {A Court of Thorns and Roses}

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