Spoilerfreie Theater-Rezension von Harry Potter and the Cursed Child

Gerade sitze ich in London auf meinem Bett und bin fast am Heulen. Deshalb, weil das wunderbarste, magischste und besonderste Theaterstück zuende ist. Ich bin traurig, aber auch unheimlich happy, dass ich diesen Tag erleben durfte. Und bevor ich das meiste der Eindrücke vergesse, möchte ich sie euch kundtun (Schreibfehler sind meinem Handy geschuldet) 😉

Alles natürlich bezüglich der Geschichte spoilerfrei!

1. The Palace Theatre

Nie nie nie nie niemals nie hat es eine bessere Bühne für ein Stück gegeben als das Palace Theatre! Es ist alt, episch, erhaben, nobel und wunderschön, fast als befände man sich direkt in Hogwarts. Plus: man hat eigentlich von überall tolle Sicht, weil es unheimlich steil ist. Proof:


2. The Music

Kein Harry Potter Theme wie man es kennt, sondern eine neumodische, aber trotzdem magische Komposition! Sie setzt an den richtigen Stellen perfekt ein und macht die Szenerie gruselig, witzig oder schön…

3. Die Charaktere

Vor allem auf die groß und breit umstrittene schwarze Hermione möchte ich hier eingehen: Noma Dumezweni war definitiv genauso toll als Hermine wie Emma Watson! Wenn auch auf ihre Weise, doch sie passte perfekt! Die Frau hat es dermaßen drauf, da kann ich jedem Gegner nur sagen: Shut the f*** up and watch the play! Da ändert sich seine Meinung zu 100%!

Jamie Parker alias Harry Potter war einfach nur genial! Er war meine  Meinung nach ein besserer Harry als Daniel Radcliffe. Die Emotionen (er hat tatsächlich auf der Bühne geweint!), die er vermitteln konnte, seine Mimik, Gestik, Artikulation… sie alle ergaben das absolut perfekte Bild eines gealterten Harry Potter! 

Doch auch sein Sohn Albus (Sam Clemmett) und Scorpius Malfoy waren perfekt getroffen. Was im Skript als starke Bromance für mich rüberkam, war hier eine tolle Freundschaft, ohne Kitsch so wie es im Skript klang, sondern mit echter Verzweiflung,Einsamkeit und Hilfebedürftigkeit. Die beiden haben perfekt miteinander gespielt, es war herrlich anzusehen!

4. Das Ende

Ehrlich, wer kann sollte das Stück an einem Tag sehen. Denn obwohl ich wusste, wie Part One ausgehen würde,konnte ich die 2,5 Stunden kaum aushalten 😀 wer das Skript kennt, dem ist vielleicht aufgefallen, dass es harter Tobak ist 😀 doch im Stück… ehrlich, mir geht es immer noch nach… ich musste mich heftigst zusammenreißen, um nicht loszuheulen, so emotional war es!

6. Die Technik

Ich habe ungelogen noch nie ein so geniales Theaterstück gesehen. Swimmingpool, drehbarer Boden, der gesamte Saal als Bühne… alles war dabei. Mit Licht und vor allem Schatten gelang es den Schauspielern, durch die Luft zu fliegen, Magie Wirklichkeit werden zu lassen und auch noch den letzten Zuschauer zu beeindrucken. Selbst mein Verlobter, der Kritiker schlechthin, war rundum begeistert (so habe ich ihn noch nie erlebt!) 😀 

Ein Wunderwerk an Magie, Geschichte und Fantasie geht mit diesem Stück zuende. Der vergleichbar hohe Preis derKarten ist vollkommen berechtigt und auch ich würde gleich morgen noch mal rein gehen, einfach um dieses lebendig gewordene Stück Magie noch einmal mitzuerleben. Denn das war Harry Potter and the Cursed Child für alle in diesem Raum: 

Ein Erlebnis. Nicht nur ein Theaterstück.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella 

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