Rezension #68 {Rebel of the Sands}

Nachdem ich erfolglos versucht habe ein Rezensionsexemplar für Amani – Rebellin des Sandes zu bekommen, habe ich mir kurzerhand das deutlich günstigere Ebook auf Englisch zugelegt. Mit wohlgemerkt schönerem Titel und Cover 😀 hehe.

Rebel of the Sands


Eckdaten

Autor: Alwyn Hamilton

Sprache: Englisch

Deutsche Ausgabe: Amani – Rebellin des Sandes

Erschienen: März 2016


Inhaltsangabe

Eigentlich wollte Amani immer aus Dustwalk fliehen, dem kleinen Wüstenkaff, in dem sie bei ihrem Onkel und seinen zig Frauen leben muss. Sie ist eine super Schützin, insgeheim sogar der Blue Eyed Bandit, der im nahegelegenen Deadshot Pokale gewinnt. Doch erst als sie auf Jin, einem mysteriösen Ausländer trifft, fällt sie die mehr oder minder freiwillige Entscheidung, ihn zu begleiten. Raus aus Dustwalk, rein in die Wüste, nach Izman, der Hauptstadt des Sultans. Doch der Weg dorthin ist voller Gefahren, denn nicht nur menschliche Monster lauern in den Tiefen der Dünen, sondern auch Dschinns, Vögel Rocs und Flammenpferde.


Cover

amani

deutsches Cover, Quelle: randomhouse.de/bloggerportal

Das deutsche Cover hat mich im Laden auch schon angesprochen, mit dem „Glitzer“ anstelle des Sandes. Lediglich die Person darauf fand ich ein wenig geschmacklos. Dagegen wirkt das englische Cover einfach zeitlos schön und super stilvoll. Das hätte man ruhig beibehalten können! Denn ich finde es wunderschön und es passt auch richtig gut zur Geschichte.

 


Ich und das Buch

Ein Buch über die Wüste, das habe ich bisher noch nie gelesen. Daher hat es mich auch interessiert, nachdem ich von diesem wunderschönen englischen Cover angeteasert worden bin.

Amani ist eine junge, unabhängige Frau, die sich nichts sehnlicher wünscht als die Freiheit. Sie lernt mit Schusswaffen umzugehen, ergaunert sich ein wenig Geld und versucht alles, um aus diesem Kaff rauszukommen. Ihr bester Freund bleibt dabei ein wenig auf der Strecke, ich vermute aber, dass dieser in den Folgebänden wohl noch eine Rolle spielen wird.

Neu ist zudem die nicht-europäische Kultur, gerade die Mehrfachehen (und die dazugehörige Einstellung der Männer) haben mich anfangs in kaltes Wasser geworfen. Gerade weil uns das so fremd ist, konnte ich Amanis Wunsch sehr gut nachvollziehen, nicht auch noch in den Harem ihres Onkels aufgenommen werden zu wollen (pfui!).

Dann gibt es natürlich noch Jin, den smarten Jungen, der irgendwie wie der Retter in der Not daherkommt. Amani ist aber selbst nicht blöd und verlässt sich nur soweit auf Jin wie sie ihn werfen könnte. Das fand ich an der Beziehung der beiden auch nicht schlecht, dass Amani nicht gleich mitgetigert ist bis zum Ende, sondern auch ihren eigenen Kopf hatte.

Das Setting ist natürlich in der Wüste, nichts als Sand. Man hat förmlich den Sand in den Augen, wenn man das Buch liest, und kann die Hitze spüren. Ich fand die Szenerie mal etwas Anderes, schön nachvollziehbar (klar, es gibt ja nur Sand) und einfach gehalten. Das macht eine gute Story aber auch aus, sie kommt mit wenigen Schauplätzen aus.

Doch wo einige Passagen ausgetreten wurden, verkürzt sich gerade der wochenlange Gang durch die Wüste mit einer Karwane innerhalb von eines Absatzes. Das fand ich ein wenig schlecht geschrieben, denn so konnte man die wochenlang langsam aufbauende Beziehung zwischen Amani und Jin nicht ganz nachvollziehen.

Auch ist das Buch nichts für Schnellleser. Immer wieder musste ich an den Anfang des Absatzes zurückkehren, um festzustellen, dass ich ein Wörtchen übersehen hatte. Im einen Moment spricht die Autorin von einer Tür und ich frage mich, wo zur Hölle diese Tür denn hergekommen ist. Der Absatz zuvor sprach dann von einer riesigen bemalten Felswand (wobei das Bemalte ausführlich beschrieben ist) und einem Durchgang. Vielleicht lese ich einfach zu schnell, aber so oft wie in diesem Buch bin ich noch nie gestolpert 😀

Vom Plot her gibt es kaum etwas zu meckern, die Geschichte ist nachvollziehbar, an vielen Stellen spannend, eine kleine Liebesgeschichte zwischen Jin und Amani musste natürlich auch sein und irgendwann ab der Hälfte kommt dann auch mal das, worauf ich gewartet hatte: Fantasie.

Nicht im Sinne von „Die Autorin hat sich jetzt erst was einfallen lassen“. Denn da ich wusste, dass Buraqi (Flammenpferde) und Djinns gibt, die Amani allerdings nur aus den Legenden kennt, wartete ich lange darauf, dass endlich etwas „Magisches“ passiert. Und nach der Hälfte etwa entwickelte sich der Roman dann endlich von einem Teenager-Wüsten-Romanzen-Roman zu einem Teenager-Wüsten-Romanzen-Magie-Roman. Ich weiß, vielen ist das vielleicht weniger wichtig, mir aber nicht. Ich habe lange gewartet, bis die Djinns eingebaut wurden (und ich bin Amani immer noch böse, dass sie den Buraqi verkauft hat, ich hätte ihn definitiv behalten), aber dann endlich waren sie da. Und die Sache wurde interessant.

Eine tolle Sache fand ich die immer wieder eingeworfenen Legenden über Djinns, die sich die Autorin vermutlich selbst ausgedacht hat. Sie waren kurz, sehr vielfältig, aber immer interessant.


Schlussplädoyer

Rebel of the Sands ist ein schöner Jugend-Fantasy-Roman mit einem neuen Setting und schönen Zwischengeschichten. Amani ist eine taffe junge Frau, die in einer magischen Wüste groß wird. Für mich reicht es zwar nicht, um zu sagen, dass ich Band 2 unbedingt lesen muss, aber eine schöne Geschichte ist es auf jeden Fall!

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

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