Rezension #69 {This Savage Song}

Ein Buch habe ich bereits von V.E. Schwab gelesen, und zwar A Darker Shade of Magic. Jetzt hat mich ein weiteres Buch in den Bann gezogen, und zwar schneller als ich lesen konnte! 😀

This Savage Song

this-savage-song

Quelle: goodreads.com

 


Eckdaten

Autor: V. E. Schwab

Verlag: Greenwillow Books

Sprache: Englisch

Erscheinungsdatum: Juli 2016

Band: 1 von ?

Folgeband noch nicht bekannt, vermutlich etwas mit „Monsters of Verity #2“

Preis: 13,95 € (Taschenbuch)


Inhaltsangabe

Wer eine böse Tat begeht, erschafft Böses. Nicht nur imaginär, nein, die Schatten werden lebendig. Heraus kommen Monster, Corsai (fleischfressende Kreaturen der Dunkelheit), Malchai (blutsaugende menschenähnliche Geschöpfe) und Sunai. Corsai und Malchai terrorisieren die Stadt Verity, nur in Schach gehalten von zwei Parteien: Auf der Südseite von Flynn und seinen Truppen, auf der Nordseite vom Verbrecherboss Harker. Dessen Tochter Kate möchte nichts sehnlicher, als von ihrem Vater anerkannt werden, doch einfacher gesagt als getan. Erst, als August Flynn, von seinem Vater auf die Mission geschickt, Kate zu bespitzeln, beginnen beide, die Realität und ihren Platz darin anzuzweifeln. Denn August ist kein gewöhnlicher Junge, sondern ein Monster, ein geführchteter Sunai, und die sind abgrundtief böse … oder doch nicht?


Cover

this-savage-song2

Links: US Version; Rechts: UK Version

V. E. Schwabs Bücher sehen alle ähnlich aus, was ich ziemlich cool finde: Schwarz, weiß rot. Das ist mir auch schon bei A Darker Shade of Magic aufgefallen, auch wenn es da aufgrund der Geschichte her passend war. Doch auch hier vermischt sich unschuldiges Weiß mit Dunkelheit und Blut, wie immer sehr passend zu ihren Dark Urban Fantasy Romanen.

 

Wie immer gibt es aber natürlich mehrere Cover, aber beide sind richtig schön und passen auch perfekt dazu! Wobei mir aber die US Version wegen der Geige besser gefällt 🙂


Ich und das Buch

Puh, wo soll ich anfangen. Ich bin noch so geflasht von den Ereignissen! Nun gut, erzählt wird glücklicherweise nicht in Ich-Form, denn die Kapitel bzw. Absätze wechseln immer wieder von Kate zu August. Das ist auch gut so, denn dadurch erhält man immer wieder einen anderen Blickwinkel auf die beiden, kann sich beide Sichtweisen vorstellen.

Anfangs fand ich Kate Harker ziemlich unsympathisch, konnte mich kaum mit ihr einfinden. Denn sie ist arrogant, draufgängerisch, fackelt ständig Zeug ab und hasst so ziemlich alles. Doch langsam erkennt man, dass das alles doch nur Fassade ist und sie ein viel netterer Mensch als sie vorgibt zu sein. Wenn auch mit vielen Ecken und Kanten.

August hingegen kämpft natürlich vorrangig mit seiner Existenz. Er ist ein Monster, will aber keines sein, denn er kann sich nicht damit abfinden, sich von Menschen zu ernähren (keine Sorge, er frisst sie nicht … direkt). Er war mir von Anfang an sympathisch, der verlorene Junge, der mit seiner Existenz hadert und auch irgendwie nicht weiß, wie er in diese Welt passen soll.

Die Idee der Monster, die lebendig werden, finde ich richtig cool. Düster und auch ein wenig furchteinflößend wird die Situation in Verity Süd und Nord beschrieben. Wo Menschen Schatten bekommen, wenn sie etwas Schlimmes tun, da sollte es doch weniger geben, die das tatsächlich machen, oder? Falsch gedacht, es gibt genauso viele Monster wie Menschen, und das ist furchteinflößend.

Generell gibt es nur wenig Schauplätze in diesem Buch, was natürlich die bedrückende Stimmung perfekt unterstützt. Die Stadt Verity lebt in Angst, Unterdrückung und Schrecken, wohingegen die Schule von Kate und August einen ganz normale High School ist. Und The Waste, das Ödland um Verity, in der die Schatten lebendig sind, ist natürlich genauso unwirtlich wie die Stadt selbst.

Jetzt aber zur Geschichte. Ich hatte anfangs angenommen, August wüsste nicht, dass er ein Sunai sei, doch diese Annahme wurde schnell ausgeräumt. Gerade, weil er wusste, was er tun konnte, ist August mir unheimlich sympathisch. Seine „Geschwister“, die beiden Sunai Leo und Isla, sind da ganz anders, schwerer hineinzudenken. Bald kreuzen sich natürlich Kates und Augusts Wege, sie werden Freunde. Wenn man das so nennen kann, denn immer wieder versucht Kate ihn auszuliefern, August rettet sie und umgekehrt, irgendetwas passiert und … ja, okay, sie sind doch irgendwie Freunde. Die Geschichte ist extrem spannend, ständig passiert etwas, das einem die Nackenhaare zu Berge stehen lässt und das Buch wie mit Superkleber an die Hände fesselt. Man kann einfach nicht aufhören zu lesen, und innerhalb von 72 Stunden hatte ich dieses Buch auch durch.

Eine weitere Sache, die ich hier nur loben kann, ist die fehlende Romantik. Das ist mir schon bei A Darker Shade of Magic aufgefallen. Denn wer Romantik zwischen August und Kate sucht, der sucht vergebens. Zumindest in dieser Geschichte. Doch die Freundschaft zwischen den beiden, die Geschehnisse darum herum, das reicht vollkommen aus, den Leser zu fesseln. Respekt! Man sieht, es geht auch anders.

Im Gegensatz zu A Darker Shade of Magic, das gut allein dastehen kann (meinen Infos nach allerdings trotzdem ein Geschwisterchen bekommt), ist die Geschichte soweit zwar abgeschlossen, doch der Leser, insbesondere ich, will mehr. Ganz rund ist die Sache am Ende noch nicht, und wie es mit den Sunai, Malchai und Corsai weitergeht, das wird wohl ein zweiter Band klären müssen. Vermutlich (hoffentlich) sogar ausschließlich ein zweiter Band!


Schlussplädoyer

This Savage Song lässt sich gerne und schnell von Lesern lesen, die begeistert in eine Dark Urban Fantasy Welt eintauchen möchten. Brutal oder gruselig ist die Geschichte nicht, aber unheimlich spannend und manchmal mit Gänsehautfeeling. Mir hat es sogar besser gefallen als A Darker Shade of Magic und ich bin schon total gespannt auf Band 2!

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

Advertisements

7 Gedanken zu „Rezension #69 {This Savage Song}

  1. Liebe Isabella!

    Ich folge Victoria Schwab auf Twitter und sie hat gezwitschert, dass sie schon wieder an einem Buch schreibt. Vielleicht die Fortsetzung? Zu wünschen wäre es ja, so wie dir dieser Schatz hier gefällt!

    Liebe Grüße,
    Valerie von
    MeerderWörter

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s