Rezension #18 {Batman vs Superman – Dawn of Justice}

Lang lang ist’s her – jetzt kam die Blu Ray raus und ich habe sie mir gekauft – samt Ultimate Edition, die schlappe 20 Minuten länger geht! Da braucht man viele Nerven bei dem ganzen Kaboom und Kaswoosh 😀


Batman vs Superman – Dawn of Justice

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Passend zu meiner neuen Superman-Hose von EMP 😉


Eckdaten

Erscheinungsjahr: 2015

Regie: Zack Snyder

Dauer: 3h 01 Minute (Extended Version)

FSK: 12

Bekannte Schauspieler: Henry Cavill, Ben Affleck, Gal Gadot, Amy Adams, Laurence Fishburne


Inhaltsangabe

Superman hat in „Man of Steel“ die Welt gerettet, doch nicht jeder ist erfreut über seine Offenbarung. Einigen halten ihn für einen Retter, wie Lois Lane, andere für einen Außerirdischen, der zu bekämpfen ist. Letzterer Meinung ist auch Bruce Wayne alias Batman, der neben seiner Abneigung Superman gegenüber aber auch noch nach „White Portuguese“ sucht, der oder das angeblich eine Waffe besitzt, mit welcher man den Helden töten könnte. Amerika stellt sich die Frage, ob Superman eigenmächtig handeln dürfe, doch nicht nur die Regierung, sondern auch der ambitionierte und leicht wahnsinnige Lex Luthor sind hinter Superman her. Und der greift zu drastischeren Mitteln, die bald die ganze Welt gefährden könnten.


Ich und der Film

 Bei DC-Filmen scheiden sich die Geister wie fast bei keinem anderen „Genre“. Irgendwie macht Marvel anscheinend alles richtig und DC alles falsch. Zwar hat sich DC schon so einige Patzer erlaubt mit seinen Verfilmungen von Superhelden, denn seien wir mal ehrlich, Filme wie Green Lantern waren echt schlecht. Ich persönlich habe noch dazu eine sehr oft nicht geteilte Abneigung gegen alle drei Batman-Filme – sorry, The Dark Knight -, weshalb ich sehr oft mit Kopfschütteln bedacht werde. Aber ich finde, Man of Steel ist eigentlich recht gut geworden und den Nachfolger finde ich persönlich sogar noch besser. Wieso, das lest ihr jetzt.

Fangen wir einfach mal am Anfang an. Der Anfang wie auch das Ende ist von Bruce Wayne erzählt und natürlich geht es um seine Eltern. Es beginnt jedoch bereits bei der Beerdigungsfeier mit Rückblenden zur schrecklichen und traumatischen Nacht für den kleinen Bruce. Ich fand den Anfang richtig gut gemacht, die Verzweiflung des kleinen Jungen und die Hintergrundmusik, dazu das gestochen scharfe Bild mit den Perlen – es hat alles gepasst. Die anschließende Überleitung, wie Bruce Wayne die Ereignisse aus Man of Steel in Metropolis erlebt hat und weshalb er Superman nicht leiden kann (okay, er hat den Wayne-Tower zerhagelt und hunderte Mitarbeiter getötet, da wäre ich auch sauer), ist auch klasse gemacht und lässt alles Vergangene Revue passieren.

Dann kommt natürlich irgendwann Superman ins Spiel. Henry Cavill ist wie aus dem Ei gepellt und perfekt für diese Rolle (bis auf seine Brustbehaarung 😉 ). Glücklicherweise ist Lois Lane in diesem Film nicht so gehirnamputiert und erkennt nicht, dass Superman und Clark Kent dieselbe Person ist. Superman wirkt irgendwie unnahbar, möchte alles richtig machen. Ich verstehe seinen Zwist, er kann nicht überall sein, aber weil es ihn gibt, verlangt auch jeder, gerettet zu werden. Fast niemand kapiert, dass er eigentlich auch nur menschlich ist, schließlich wurde er ja von Menschen erzogen. Sie sehen in ihm teilweise einen (falschen) Gott und verlangen, dass er auch so handelt. Aber wenn ein Mensch und seine Liebsten fürchtet, tut er auch alles, um sie zu schützen. So ist das auch mit Superman, nur dass der halt mal ein ganzes Dorf zerlegt bei dem Versuch …

Bleiben wir bei Supermans Liebsten, oder wie ich sie nenne: Lois Lusche Lane. Mir hat Amy Adams Rolle in diesem Teil nicht so gut gefallen wie im ersten, denn sie kommt so hilflos rüber. Klar, zerbrechlicher Mensch und so, aber in Teil 1 hatte sie deutlich mehr taffe Szenen und hat auch mal was gerissen, anstatt wie hier ständig in Gefahr zu geraten und dann gerettet werden zu müssen.

Ganz im Gegensatz steht Gal Gadot als Wonder Woman. Sie war ein Juwel in dem doch sehr männerlastigen Film und ich fand sie irgendwie einfach cool. Der gute Bruce steht glaub ich ein bisschen auf sie. Deshalb bin ich auch auf den Solofilm mit ihr gespannt, nicht nur weil Chris Pine mitspielt 😉

Jetzt aber mal zur Länge. Okay, der Film geht gefühlt eeeewig, aber er zieht sich glücklicherweise nicht in die Länge. Es sind immer wieder Szenenwechsel, Stimmungswechsel, Wechsel der Charaktere und auch Plot Twists verankert, die das Ganze nicht langweilig machen. Wenn ich mir überlege, wie furchtbar langwierig die letzten beiden Transformers-Filme waren (ich hatte das Gefühl, schon seit 10 Stunden zu sitzen), dann muss ich dafür, dass der Film 3 Stunden geht, ein Lob aussprechen.

Die Story fand ich gut durchdacht und verworren, anfangs kam ich nicht so ganz dahinter, was die Szenen eigentlich im Film zu suchen hatten. Aber alles hatte seinen Platz und Sinn, deshalb lässt sich darüber nicht meckern. Lediglich die Abscheulichkeit am Ende fand ich etwas übertrieben, aber naja, gehört schon irgendwie zu Superman-Geschichten dazu, oder?

Was ich seltsam fand – das hat mich ehrlich gesagt auch schon in Man of Steel gestört – waren diese komischen Träume/Visionen. Irgendwie passten sie nicht ganz zum restlichen Film, sagten für mich auch nichts aus. Hätte man genauso gut weglassen können, wenn ihr mich fragt.

Letztendlich muss ich noch meine Meinung über Batman loswerden, die sich vielleicht nicht mit der allgemeinen Meinung deckt. Aber dazu ist Meinungsäußerung ja da 😉 Ich persönlich (!) finde Ben Affleck als Batman besser … Ich fand Christian Bale als The Dark Knight schon immer eine Lusche, mir hat er nie gefallen und dieses selbstmitleidige Dasein, das Batman zu Eigen ist, kann ich dreimal nicht leiden. Davon bin ich in diesem Film verschont geblieben, deshalb mochte ich ihn vielleicht mehr. Ben Affleck ist eine Kiste wie sie im Buche steht, mit dem fetten Anzug füllt er die Leinwand aus, aber irgendwie passt es ja, schließlich will er einen vermeintlichen Gott besiegen – dass er es fast geschafft hätte: Hut ab! 😀

Schlussendlich geben die beiden doch ein passables Team ab, mit Wonder Woman als Augenschmaus in der Mitte. Das Ende des Film kam für mich überraschend, doch nicht so schlimm wie bei vielleicht anderen Heldenstories. Denn Superman … ist eben Superman, und der ist … naja, Superman eben 😉


Schlussplädoyer

Wer viel Zeit einplant und Man of Steel kennt, der kann sich getrost Batman vs Superman – Dawn of Justice anschauen. Ich finden den Film toll gemacht, mit guten Schauspielern, einem besseren Batman und der besten Wonder Woman, sowie einer gut ausgedachten Story und spannenden Plot Twists. Die düstere Atmosphäre wird zwar kaum durch Witze aufgelockert, wie man das von Marvel gewohnt ist, doch sie passt zum Vorgänger und lässt sich die knapp 3 Stunden auch aushalten.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

Rezension #17 {Pets}

Jaaaa ich war am Donnerstagabend gleich in Pets – natürlich, schließlich kommt da ein Zwergspitz vor! Und Gidget ist der HAMMER! 😀 wie ich den Film finde – nämlich super genial! – lest ihr jetzt!


Pets

Quelle: screenrant.com; Copyright: Illumination Entertainment, Universal Pictures

Quelle: screenrant.com; Copyright: Illumination Entertainment, Universal Pictures


Eckdaten

Erscheinungsjahr: 2016

Regie: Chris Renaud

Dauer: 1h 27 Minuten

FSK: 0

Bekannte Schauspieler: Jan Josef Liefers, Dietmar Bär, Jella Haase, LeFloid etc.


Inhaltsangabe

In einem New Yorker Hochhaus leben viele unterschiedliche Tiere: der Hund Max, der sein Herrchen abgöttisch liebt, die super flauschige mega weiche zum anbeißen süße Zwergspitzhündin Gidget, die heimlich in Max verknallt ist, die fette Katze Cloe, die nur ans Fressen denk. Dann noch ein abenteurerischer Wellensittich, ein Dackel, ein dämlicher Mops und ein Meerschweinchen, das sich im Lüftungsschacht verirrt hat und seit zwei Wochen seine Wohnung sucht. Das Leben könnte perfekt sein, wenn nicht Duke, ein Monstrum von Hund, von Max‘ Herrchen adoptiert wird. Die beiden können sich überhaupt nicht leiden und dann gehen sie auch noch verloren im Großstadtdschungel! Das heißt für Gidget eines: Sie muss ihren Liebsten finden und retten! Und für Max und Duke heißt es: Sie müssen lernen, ein richtiger Hund zu sein!


Werbung

Schon seit einer gefühlten Ewigkeit gibt es den Trailer von Pets, der ja überhaupt gar nichts über den Film aussagt. Später kam dann ein mehr oder weniger aussagekräftigerer Trailer dazu, trotzdem wurde nicht so viel über die Handlung verraten. Werbung wurde für diesen Film bis zum Abwinken veranstaltet, aber ich muss auch sagen, es hat funktioniert – denn das Kino war voll besetzt 😀


Ich und der Film

Bevor ich hier unkontrolliert über die Genialität schwafle, muss ich mich erst einmal sammeln und überlegen, wie ich das in eine möglichst knappe Rezi bringe. Aaaalso:

Fangen wir doch mal mit der Szenerie an: New York. Die Stadt ist verblüffend detailgetreu nachgebildet, man erkennt sie tatsächlich! Freiheitsstatue, das Empire State Building, der Centralpark – alles ist toll animiert worden. Man fühlt wirklich den Flair der Großstadt!

In Pets kommen seeeehr viele Charaktere vor, denn es gibt ja auch viele unterschiedliche Haustiere. Die bunte Mischung macht es einfach – und das Witzigste daran ist, dass sie die Klischees wirklich erfüllen. Max freut sich wie verrückt, wenn Katie heimkommt, selbst wenn sie nur das Handy vergessen hat. Und vor allem Cloe, die Katze, ist genial gemacht. Die Katze meines Verlobten ist aufs Auge genauso wie Cloe, wir haben Tränen gelacht, als sie mit einer Plüschmaus gespielt hat oder meinte, sie ist eine Katze und ihr wäre alles egal 😀

Das sitzt momentan daheim und wartet auf seinen genauso fluffigen Spielgefährten!

Das sitzt momentan daheim und wartet auf seinen genauso fluffigen Spielgefährten!

Doch wer mich am meisten überrascht hat, war Gidget: Sie nimmt die Leine in die Hand und führt die Rettungsaktion mit einer solchen Entschlossenheit voran, dass es einfach genial ist. Der kleine Flauschball hat nämlich richtig Eier in der Hose 😉 Die piepsige Synchronstimme von Jella Haase passt auch sehr gut dazu und macht den Kontrast zu ihrem taffen Auftreten noch besser. Aber ein bisschen doof ist die gute Gidget trotzdem 😉 Aber war ja irgendwie klar, dass ich Gidget am tollsten finden würde, schließlich zieht morgen ein kleiner Zwergspitzwelpe bei uns ein 😀 ich freue mich schon so dermaßen, und der Film war eine tolle Einstimmung auf unser neues Familienmitglied

Witzig ist der Film von vorne bis hinten. Angefangen mit Gidget, Cloe und den anderen Vierbeinern, bis hin zu Snowball, dem fiesen Hasen mit der tiefen Stimme. Die Sprüche sind übrigens auch nicht zu verachten, die im Film fallen. Beispielsweise antwortet Pops, der Beagle, dessen Hinterbeine auf Rollen sind, auf Buddys Frage „Wie geht’s?“ einfach: „Nur vorne, hinten rollt’s.“ 😀 im Kontext ist das Ganze natürlich um Längen lustiger 😀 Ehrlich, der Film sprüht nur so vor Witz und Wundern, dass man aus dem Lachen oder mindestens Grinsen nicht mehr rauskommt!

Auch wenn die Synchronstimmen gut und lustig gewählt sind (aka Snowball :D), glaube ich trotzdem, dass die englische Version besser sein wird. Mir gefallen englische Animationsfilme einfach irgendwie besser, fragt mich nicht warum.

Letztendlich geht es mir auch noch um die Handlung. Diese war abwechslungsreich und mal etwas anderes. Es waren Höhen, Tiefen, Plot Twists und witzige Momente eingearbeitet, für jeden also etwas. Es gibt kein ganz gut und kein ganz böse, denn selbst Snowball ist eigentlich nur ein weggeworfenes Haustier, das sich nach Liebe sehnt. Mal davon abgesehen, dass er einfach nur verrückt und paranoid schizophren ist 😀


Schlussplädoyer

Pets ist ohne Zweifel eine Perle im Jahr 2016 und kann getrost von jedem Tierliebhaber angeschaut werden. Doch auch Haustierlose können den Film anschauen, denn er ist unheimlich witzig, detailgetreu gemacht, hat eine tolle und abwechslungsreiche Handlung und verzaubert einfach! Die Blu Ray ist schon vorbestellt!

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

Rezension #16 {Codename U.N.C.L.E.}

Armie Hammer kenne ich seit Spieglein Spieglein und auch Henry Cavill ist kein Unbekannter. Der Trailer hat mich auf diesen Film aufmerksam gemacht und ihn im Kino zu sehen, war definitiv kein Fehler!


Codename U.N.C.L.E

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Eckdaten

Erscheinungsjahr: 2015

Regie: Guy Richie

Dauer: 1h 57 Minuten

FSK: 12

Bekannte Schauspieler: Henry Cavill, Armie Hammer, Alicia Vikander, Hugh Grant


Inhaltsangabe

Der zweite Weltkrieg ist vorbei, Deutschland geteilt. Die Welt ist noch immer in Aufruhr und mittendrin die zwei Spione Napoleon Solo (Cavill) für die CIA und Illya Kuryakin (Hammer) für den KGB. Eigentlich arbeiten sie gegeneinander, doch da bekommen sie denselben Auftrag. Gemeinsam müssen sie ein Verbrechersyndikat aus Nazis stellen, die einen deutschen Wissenschaftler in ihrer Gewalt haben. Durch seine Tochter Gaby (Vikander) wollen sie an ihn herankommen. Doch es gibt noch ein paar Hindernisse zu überwinden, die gar nicht so einfach sind …


Ich und der Film

Vorweg: Ich liebe diesen Film! 😀

Der Stil der 60er Jahre ist einfach toll rüber gebracht in diesem actiongeladenen Spionageabenteuer. Das Trabirennen zu Anfang des Films ist richtig cool (wenn auch unrealistisch), Gabys Kleider sind einfach toll designt und alles versprüht diesen modischen Charme.

Auch die Schauspieler sind Juwele in diesem Film. Alle passen perfekt auf ihre Rollen, außer Hugh Grant, den ich da irgendwie ein bisschen fehl am Platz fand. Jemand anderes an seiner Stelle hätte mir besser gefallen (Richard Gere/George Clooney? 😉 ). Henry Cavill und Armie Hammer verkörpern super ihre gegensätzlichen Rollen, wobei ich Hammer noch ein wenig mehr Respekt zollen muss, denn er spielt den Genossen Kuryakin einfach toll (vor allem die Tanz-Szene liebe ich an diesem Film!). Auch Alicia Vikander mit ihren tollen Kleidern passt perfekt in diese Zeit und ich wünschte ich hätte solche großen Augen und eine so tolle Frisur! 😀

Die Story ist recht einfach: Atombombe muss weg. Aber die Inszenierung ist genial. Immer wieder wird der Zuschauer ausgetrickst, indem plötzlich die Musik das Gesprochene überdeckt und man nicht weiß, was geredet wurde. Oder durch plötzliche Blenden… Auch der Schluss hat mich ziemlich überrascht, im Positiven übrigens. Gelungen war er auf jeden Fall und einen kleinen Plot Twist hatte er auch.

Ein ganz großer Pluspunkt ist der witzige Charme des Films. Ein Agenten-Action-Spionage-Abenteuerfilm der 60er könnte auch ohne lustige Einlagen klarkommen, doch dieser Film macht es auf die andere Art: Jeder der beiden Superspione bekommt sein Fett weg, sei es Kuryakin, der eine Verfolgungsjagd auf dem Wasser hat, oder Solo, der das Safeknacken verpeilt. Es ist einfach witzig, den Charakteren zuzuschauen, und doch werden sie nicht ins Lächerliche gezogen. Es ist ein schmaler Grad, auf dem man wandelt: Im einen Moment ist man gefesselt von der Spannung, im anderen kriegt man sich nicht mehr ein vor Lachen. Solche Filme liebe ich!

Leider kann ich allerdings (noch) nichts über die Serie, auf der der Film basiert sagen. Außer, dass ich Kuryakins Schauspieler toll finde. David McCallum, der euch hoffentlich aus Navy CIS als Ducky, der Gerichtsmediziner, bekannt ist, spielt dort den KGB-Spion und ja, die Serie ist dementsprechend alt. Ich muss sie unbedingt mal anschauen!


Schlussplädoyer

Codename U.N.C.L.E. ist ein total witziger Actionfilm im Stil der 60er Jahre. Er ist schauspielerisch wie auch filmisch richtig toll gemacht und glänzt durch seine Authentizität, die manchmal durch ein wenig Selbsthumor durchbrochen wird. Es ist ein Film, den man an einem gemütlichen Abend voller Popcorn und Cola anschauen kann, weil er sowohl spannend als auch unterhaltsam und lustig ist.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

Rezension #15 {White House Down}

Über das Pendant dazu habe ich bereits vor einigen Wochen gesehen (Olympus Has Fallen mit Gerard Butler). Jetzt war – entgegen meinem Willen – White House Down dran. Und es hat mich Gott sei Dank nicht so herbe enttäuscht wie OHF! Meine Rezi zu Olympus findet ihr übrigens hier.


White House Down

White House Down

Quelle: filmfutter.com; Copyright: Sony Pictures


Eckdaten

Erscheinungsjahr: 2014

Studio: Sony Pictures

Dauer: 2h 7 Minuten

FSK: 16

Bekannte Schauspieler: Jamie Foxx, Channing Tatum, Maggie Gyllenhaal, Richard Jenkins, Jason Clark


Inhaltsangabe

Schon immer wollte John Cale (geschieden, eine 12jährige Tochter) Personenschützer des Präsidenten werden – also beim Secret Service arbeiten. Doch nach einem misslungenen Bewerbungsgespräch im Weißen Haus nimmt er seine Tochter Emily auf eine Führung durch das historische Gebäude mit. Just in diesem Moment wird das Weiße Haus von Terroristen angegriffen – und Cale muss nicht nur seine Tochter wiederfinden (die übrigens ziemlich tough ist!), sondern auch den Präsidenten beschützen – ach, und die Welt retten übrigens auch!


Ich und der Film

Wie schon erwähnt, habe ich vor ein paar Wochen Olympus Has Fallen mit Gerard Butler angeschaut – was praktisch derselbe Film ist, mit nur ein paar Ausnahmen.

Daher hat mich die Story nicht sonderlich überrascht. Klar, das Weiße Haus wird angegriffen, viele Menschen sterben, es gibt Geiseln, ein paar Verräter und die Bösen wollen die Raketenabschusscodes des Präsidenten, um einen dritten Weltkrieg auszulösen. Pretty much sums it up.
Ich fand es ein wenig enttäuschend, dass die Story tatsächlich so gleich war wie bei Olympus. Mit dem einen Unterschied, dass bei Olympus die Raketen in ihren Silos hätten gezündet, in White House Down hingegen auf Russland und China geschossen werden sollen. Ein bisschen schwach, vor allem, weil die beiden Filme fast zeitgleich in die Kinos kamen.

Vom Grad der Brutalität hat mir White House Down deutlich besser gefallen. In Olympus war mir das Ganze zu brutal, zu viel Gefoltere etc. Natürlich kennen Terroristen keine Gnade, aber die Aufmachung von White House Down gefiel mir besser, weil da nicht gleich am Anfang ein Massenmord begangen wurde. Dass der Film ab 16 ist, kann ich trotzdem nachvollziehen, ich fand ihn ab und zu auch ein bisschen übel. Aber ich mag sinnloses Abschlachten in Filmen eh nicht, weshalb ich The Dark Knight 3 auch scheiße fand (nicht nur deswegen, sondern auch wegen Batman, weil Batman scheiße ist :D).

Die Charaktere fand ich auch besser als in Olympus. Obwohl Gerard Butler auch ein Schnuckelchen ist, fand ich Channing Tatum in seiner Rolle als sich sorgender Vater und knallharter Präsidentenbeschützer besser dargestellt. Und seine Tochter Emily hat, und ich zitiere damit meinen Verlobten, „richtig dicke Eier“ 😀 Die Kleine geht übel ab in dem Film, ich habe ich die ganze Zeit gefeiert, weil das Mädchen einfach tough ist.

Der große Bonuspunkt, den ich dem Film geben muss, ist sein Witz. Olympus Has Fallen war einfach nur brutal und actionreich, White House Down hingegen hatte teilweise witzige Einlagen. Vor allem wenn es um den Präsidenten (Jamie Foxx) oder Cale (Channing Tatum) geht – die beiden waren einfach klasse zusammen. Beispielsweise muss der Präsident seine Schuhe wechseln und steht vor einem riesigen Schrank voller schwarzern Lackschuhe – und entscheidet sich für seine Air Jordans 😀 Oder er versucht mit einer Panzerfaust aus dem fahrenden Beast (seine Limo) abzuschießen, schafft es irgendwie, lässt die Panzerfaust aber fallen. Er meint „Hups, ich glaube ich habe die Panzerfaust verloren.“ Daraufhin brüllt Cale „Wie kann man eine Panzerfaust verlieren?!“, während er nur mit der Rückfahrkamera um den Brunnen des Weißen Hauses fährt und beschossen wird. Muss man gesehen haben 😀


Schlussplädoyer

Mir hat White House Down gut gefallen. Es war ein super spannender Actionfilm, der aufgelockert wurde durch seine witzigen und teilweise grotesken Einlagen. Channing Tatum und Jamie Foxx waren die ideale Besetzung für diesen Film und vor allem Cales Tochter Emily ist ein toller Charakter, der bewundernswert mutig handelt. Zwar ist der Film schon brutal, was er aber auch sein muss, aber bei Weitem nicht „Übelkeits-Brutalität“ wie teilweise bei Olympus Has Fallen.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

Rezension #14 {Alice im Wunderland – 1951}

Vorgestern berichtete ich über Alice im Wunderland 2010, das mehr oder minder Sequel zu dem Klassiker. Da ich das Original von Disney bisher nur einmal irgendwann in grauer Vorzeit gesehen habe, beschloss ich, dieses erneut anzusehen.


Alice im Wunderland [1951]

Quelle: videobuster.de; Copyright: Walt Disney Company

Quelle: videobuster.de; Copyright: Walt Disney Company


Eckdaten

Erscheinungsjahr: 1951

Studio: Walt Disney Studios

Dauer: 1 h 15 min

FSK: 0

Bekannte Schauspieler: Niemand, den ich kenne


Inhaltsangabe

Alice ist ein verträumtes Kind, die in ihrer eigenen Welt lebt. Und eines Tages folgt sie einem weißen Kaninchen, das immerzu zu spät kommt, ins Wunderland. Sie wird groß, dann klein, singt mit Blumen und trifft seltsame Gestalten: einen Dodo, die Chesire Cat, die rote Königin, das weiße Kaninchen, die rauchende Raupe Absolem, den Märzhasen und den verrückten Hutmacher … Doch irgendwann möchte sie auch wieder zurück in die normale Welt. Das ist manchmal allerdings nicht so einfach …


Ich und der Film

 Ich muss sagen, ich konnte mich an nichts mehr erinnern, obwohl ich den Film schon gesehen habe. Macht aber nix, der Film war wirklich seltsam und ich muss gestehen, dass ich kein Fan davon bin.

Fangen wir vielleicht mit der Handlung an:

Jap, das war sie, grob zusammengefasst. Es gibt nämlich eigentlich keine Handlung. Es erschließt sich mir nicht, wieso Alice mit aller Gewalt dem weißen Kaninchen folgen muss – denn das ist ja schon fast ein Zwang. Die Gerichtsverhandlung am Ende erinnerte mich stark an einen gewissen Franz Kafka und ich kann es nicht fassen, dass ich diesen Namen noch einmal irgendwo niederschreiben muss… meh, einfach meh.

Und dann diese brutale Geschichte mit den supersüßen Austern – die dann am Ende vom fetten Walross aufgefressen werden. Korrigiert mich, wenn ich da überreagiere, aber in neueren Kinderfilmen käme sowas nicht vor. Klar, die rauchende Raupe auch nicht, aber das war einfach zu viel des Guten für mich. Die waren so süß!

Alice selbst ist einfach nur nervig, ich mag sie einfach nicht. Sie kann sich nicht entscheiden, was sie nun will, ob sie gehen oder bleiben will oder Tee trinken oder nicht. Einzig Absolem, die rauchende Raupe, ist klasse. Man sollte sich diese Stelle mal in Englisch anschauen, denn die ist wirklich super gemacht. Er sagt nämlich immer das, was er auch raucht oder umgekehrt 😀 Er fragt Alice ständig „Who are you?“ und aus seinem Mund schießen die Rauchwolken in Form von O R U ? Und wenn er sagt „I know not“ kommt ein Schleifchen aus seinem Mund geflogen (wegen knot). Sehr witzig. Vielleicht gefielen mir auch noch die Regenschirmgeier, Bleistiftspatzen, Butterbrotschmetterlinge (im Englischen Bread & Butterflies) und Schaukelpferdfliegen, aber die waren nicht nennenswert lange im Film dabei. Der Rest ist gequirlter Mist.

Aber darum geht es ja eigentlich in Alice im Wunderland. Wie das Mädchen eingangs sagte, ergäbe in ihrer Welt nichts Sinn. Die Blumen könnten sprechen und Katzen würden sich vor einem verneigen. Aber ich finde, da der Film wirklich gar keine Handlung hat, ist er ziemlich unnötig. Mir hat er jedenfalls nicht gefallen, aber das liegt auch daran, dass ich Filme ohne erkennbaren Grund nicht leiden kann – deshalb fällt mir Alice im Wunderland auch in jeder Fassung so schwer. Genau wie Das Kabinett des Dr. Parnassus zum Beispiel, welches für mich eine Qual ist anzusehen. Aber der Fairness halber sei gesagt, dass das Originalbuch ja auch so abgedreht ist – was es aber nicht wirklich entschuldigt, schließlich hat mir das 2010er Alice im Wunderland recht gut gefallen.


Schlussplädoyer

Bevor ich Alice im Wunderland [1951] meinen Kindern zeige, werde ich wohl erst alle restlichen Filme von Disney durcharbeiten. Ich konnte mich überhaupt nicht zurecht finden in dieser verrückten Welt, was einerseits Sinn der Sache wohl ist, andererseits unheimlich nervig. Ich bin einfach kein Fan von zusammenhanglosen Filmen, wie dieser es klar ist, und wenn kafkaeske Gerichtsverhandlungen darin vorkommen, vergeht mir ganz die Lust daran.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

Rezension #13 {Alice im Wunderland – 2010}

Damit hat der Realverfilmungswahnsinn der Filmstudios wohl angefangen: Mit der Realverfilmung bzw. „Realsequelsierung“ des Klassikers Alice im Wunderland. Gleichnamig sogar noch.


Alice im Wunderland [2010]

Quelle: moviepilot.de; Copyright: Walt Disney Company

Quelle: moviepilot.de; Copyright: Walt Disney Company

 


Eckdaten

Erscheinungsjahr: 2010

Studio: Disney

Regisseur: Tim Burton

Dauer: 1 h 44 min

FSK: 12

Bekannte Schauspieler: Johnny Depp, Mia Wasikowska, Helena Bonham Carter, Anne Hathaway


Inhaltsangabe

Die 20jährige Alice soll heiraten, doch dafür ist sie so gar nicht bereit. Also flüchtet sie ins Wunderland, das kahl und verwüstet aussieht. Bekannte Gesichter wie die rote Königin, Tweedledee und Tweedledum, die Chesire Cat, die rauchende Raupe Absolem und natürlich der Hutmacher tummeln sich dort, doch scheint alles noch düsterer und verrückter geworden sein wie nach ihrem letzten Besuch. Noch dazu kann sie sich daran nicht erinnern, und die Bewohner von Wunderland zweifeln ganz schön daran, ob sie die echte Alice ist. Die Alice, welche den Jabberwocky erschlagen und den Blumertag unvergesslich machen wird. Ist sie sie? Oder ist sie sie nicht? Oder beides?


Ich und der Film

 Bevor sich einer fragt: Den Film habe ich nicht zum ersten Mal gesehen, so wie bei den meisten Filmen, die ich hier rezensiere. Aber immer, wenn wir gemütlich einen Film anschauen, denke ich mir: Den könntest du doch rezensieren! Und zack – hier ist meine Rezension.

Tim Burton ist ein ganz spezieller Regisseur, mit dem ich nicht immer klarkomme. The Nightmare before Christmas ist einer der Lieblingsfilme meines Freundes, aber mir will er nicht so recht gefallen. Dafür finde ich Corpse Bride total genial. Und auch bei Alice im Wunderland merkt man seine verrückte Art, denn der Film ist ähnlich düster und dunkel wie seine vorherigen. Allerdings ist er genauso faszinierend.

Machen wir vielleicht weiter mit den Charakteren. Beziehungsweise Schauspielern. Ich finde Mia Wasikowska eine tolle Alice, sie passt zu dem düsteren Szenario des Films. Irgendwie kann ich mir bei ihr nicht vorstellen, wie sie lacht, ähnlich wie bei Kristen Stewart. Nur dass die noch dazu keine Mimik hat.
Helena Bonham Carter und Johnny Depp sind ja das Dreamteam schlechthin, es gibt kaum einen Film, den die nicht zusammen drehen. Und dann ist da noch Tim Burton… Tja, Johnny Depp ist wie gemacht für die verrückten Rollen, und der Hutmacher ist definitiv durchgeknallt. Aber auch Frau Bonham Carter kann sich sehen lassen, die ist auch immer für krasse Charaktere bekannt. Ich sage nur „Ab mit ihrem Kopf!“.
Auch die animierten Charaktere sind schön gemacht, beispielsweise die Chesire Cat oder Absolem.

Der ganze Film ist animationstechnisch ziemlich stimmig, man sieht kaum die Übergänge zwischen Animation und realen Personen. Das meiste ist vermutlich animiert, aber das fällt kaum auf.

Kleine witzige Einschübe gibt es in diesem insgesamt eher deprimierenden Film auch. Ich fand die weiße Königin (Anne Hathaway) ziemlich lustig, weil sie immer wieder kleine „Ausrutscher“ hatte und sich von ihrem sonst so schwebendem Gang verabschiedete oder das Gesicht verzieht, als sie das Blut des Jabberwocky abzapft.


Schlussplädoyer

Alice im Wunderland [2010] ist kein normaler Disneyfilm. Er ist auch keine Realverfilmung des Klassikers, wie ich anfangs dachte, sondern ein Sequel dazu. Dass es kein Kinderfilm ist, fällt einem schon in der ersten halben Stunde auf. Klar, er ist nicht so brutal oder gruselig, doch auch weit entfernt von einer fröhlichen Märchenerzählung. Aber das sind Tim Burtons Werke nie.
Die Schauspieler Depp, Bonham Carter, Wasikowska und Hathaway machen ihre Sache ausgezeichnet, ebenso wie die Animatoren 😉 Ich finde es einen gelungenen Film, der zwar unterhält, aber nicht in meine Lieblingsfilmliste kommen wird. Dafür ist er mir dann doch zu abgedreht.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

Rezension #12 {White Collar Staffel 1}

Ich habe die Serie schon öfter angefangen, doch nie bin ich so weit gekommen wie dieses Mal. Deshalb muss sich davon berichten.


White Collar Staffel 1

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Quelle: covershut.com; Copyright: Twentieth Century Fox


Eckdaten

Erscheinungsjahr: 2009

Studio: Twentieth Century Fox

Dauer: 14 Folgen á 40 Minuten

FSK: 12

Bekannte Schauspieler: Matt Bomer, Marsha Thomason, Tim DeKay


Inhaltsangabe

Der weltberühmte Neal Caffrey, begnadeter Kunstdieb, bricht aus dem Gefängnis aus und landet schlussendlich in den Fängen des FBI. Agent Peter Burke bietet dem Dieb einen Deal an: Er soll als Berater dem FBI bei Wirtschaftsverbrechen dienen. Doch Neal hat auch noch weitere Pläne, denn um seine Freundin Kate zu retten, muss er so einige Grenzen überschreiten.


Ich und die Serie

Eigentlich ist White Collar eine Krimiserie, doch eine von der ganz besonderen Sorte. Denn in Peter Burkes Abteilung geht es um Wirtschaftskriminalität, das bedeutet minimale Brutalität. Neal als Kunstdieb kommt da ziemlich gelegen, denn oftmals geht es um Fälschungen von Bonds, Kunstwerken oder Statuen. Es gibt praktisch nie einen Mord und trotzdem ist die Serie für mich sogar interessanter als CSI.

Die Charaktere sind unheimlich liebenswürdig: Matt Bomer als Neal Caffrey sieht natürlich unheimlich gut aus, wie die meisten wohl auch aus Magic Mike (das ich einfach nur grauenhaft finde und nicht zu Ende schauen konnte) wissen. Doch Tim DeKay als irgendwie knuddeliger FBI-Agent ist eine coole Gegenseite zu dem gerissenen und charmanten Kunstdieb. Dann gibt es natürlich noch Kate, um die Neals Gedanken kreisen. Alexandra Daddario ist zwar äußerst hübsch, doch irgendwie unpassend für diese Rolle, seit ich sie in Percy Jackson gesehen hatte (noch schlimmer war für mich ihre Rolle in True Detective).

Die einzelnen Folgen sind einfach super. Neal Caffrey ist ein grandioser Charakter, der einfach immer neue Tricks auf Lager hat. Zusammen mit Mozzy, einem – naja man weiß es nicht so genau -, ist das eine tolle Kombination. Weil ich mich bei der letzten Rezension darüber aufgeregt habe, dass Takers so gar nicht an Ocean’s Eleven rankommt, hat White Collar da durchaus bessere Karten.


Schlussplädoyer

White Collar ist eine tolle Krimiserie mit einem gutaussehenden Gauner und weiteren coolen Charakteren. Wer auf Krimis ohne Blutvergießen steht, für den ist die Serie definitiv etwas. Jede Folge ist eine tolle Überraschung und da ich mittlerweile bei Ende Staffel 3 bin, ist die Serie auch über lange Zeit interessant.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

Rezension #11 {Takers}

So cool wie Ocean’s Eleven!“
Das steht auf dem Cover der Blu Ray und hat mein Interesse angeregt. Gestern haben wir den Film dann angesehen – und ich wurde leider enttäuscht.


Takers

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Quelle: covershut.com; Copyright: Sony Pictures


Eckdaten

Erscheinungsjahr: 2011

Studio: Sony Pictures

Dauer: 1h 37 Minuten

FSK: 16

Bekannte Schauspieler: Matt Dillon, Paul Walker, Zoe Zaldana, Idris Elba, Chris Brown, Hayden Christensen


Inhaltsangabe

Ein eingespieltes Team raubt regelmäßig Banken aus und ist schon extrem reich, da kommt einer ihrer ehemaligen Komplizen, Ghost, aus dem Gefängnis frei. Er schlägt ihnen einen unglaublichen Coup vor: 30 Millionen Dollar aus einem Geldtransporter zu klauen. In 5 Tagen. Sie können nicht widerstehen, doch gleichzeitig ist Jack Welles, ein Cop, ihnen bereits auf der Spur. Doch dann läuft die ganze Sache irgendwie aus dem Ruder, weil nicht jeder mit offenen Karten spielt…


Ich und der Film

So cool wie Ocean’s Eleven!“ Darüber könnte ich mich die ganze Zeit aufregen. Klar, dass nichts cooler als Ocean’s Eleven sein kann, doch wenn jemand diesen Vergleich zieht, dann denke ich an Folgendes: charismatische Anführer, ein lustiges Team, ein eleganter Coup und er kriegt am Ende die Lady. Und das trifft definitiv nicht auf diesen Film zu.

Im ganzen Film gibt es vermeintlich zwei Parteien, die Bankräuber (unter ihnen Paul Walker, Idris Elba, Chris Brown etc.) und die beiden Cops (Matt Dillon und Jay Hernandez). Wer Anführer der Bande ist, ist nicht wirklich klar, es scheint als wäre Idris Elba aka Gordon Jennings der Drahtzieher, doch auch T.I. aka Ghost kommt manchmal so rüber. Ghost ist im Übrigen eine ziemlich undurchsichtige Person und hat auch noch so ein verschlagenes Gesicht, dass ich von Anfang an Misstrauen gegen ihn hatte.

Die Personen haben keine reine Weste, im Gegensatz zu der Besetzung der Ocean’s Eleven, die cool und lässig rüberkommt. Paul Walker mimt den undurchdringlichen Scharfschützen und grundsätzlich sind die Überfälle auch eher brutal als elegant.

Die Story ist nicht so ausgefeilt wie Ocean’s Eleven, aber trotzdem sehr spannend. Der Zuschauer wird von einer zur anderen Seite gezogen, aber niemals dort festgehalten. Ich konnte sowohl die Cops als auch die Bankräuber zeitweise nicht leiden und bis zum Ende wusste ich nicht, worauf der Film eigentlich hinauswollte außer geistesgestörte Action.

Und jetzt kommt auch schon das größte Manko: das Ende. Es ist – und man kann es nicht besser beschreiben – abrupt. Gerade als ich dachte: okay, jetzt kommt noch der „drei Wochen später“ Abspann. Aber nein, es kommt der richtige Abspann, der mich so ähnlich überrascht hat wie das Ende von Hobbit 2. Das hat mich richtig aus dem Konzept gebracht und aufgeregt.


Schlussplädoyer

Takers ist ein actiongeladener Bankräuberfilm, der definitiv NICHT so cool wie Ocean’s Eleven ist und auch viel brutaler. Mir hat er nicht wirklich gefallen, da das Ende mir deutlich gegen den Strich geht. Ich werde den Film vermutlich nie wieder ansehen, die Blu Ray war ein deutlicher Fehlkauf. Die Charaktere waren mir nicht sympathisch und mein Anfangsverdacht hat sich auf brutale und sehr bösartige Weise leider bestätigt. Ich bin sowieso kein Fan von übermäßiger Gewalt in Filmen, deshalb hat mich der Film überhaupt nicht überzeugt.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella

Rezension #10 {Findet Nemo}

Ja, ein ziemlich alter Film, den ich gleich rezensieren werde 😀 aber ich habe einige schöne Kindheitserinnerungen mit ihm. Gerade heute haben mein Freund und ich ihn uns zusammen auf Englisch angesehen und er ist immer wieder schön. Das dazugehörige Plüschtier liegt seit unserem ersten Urlaub ins Disneyland 2011 auch in meinem Bett – und das Computerspiel habe ich früher ein ums andere Mal durchgesuchtet 😀


Findet Nemo

Ist er nicht süß?!


Eckdaten

Erscheinungsjahr: 2003

Studio: Walt Disney Studios

Dauer: 1h 36 Minuten

Bekannte Schauspieler (Stimmen): Ellen DeGeneres, Geoffrey Rush, Willem Dafoe, Anke Engelke, Christian Tramitz


Inhaltsangabe

Nemo ist der einzige Sohn von Marlin, einem Clownfisch. Der ist, nachdem er seine Kinder und Frau bei einem Hechtangriff verloren hat, überfürsorglich und vorsichtig. Doch trotz (oder vielleicht gerade wegen) seiner Vorsicht passiert es und Nemo wird von einem Taucher gefangen genommen! Marlin muss ihn natürlich retten, doch wer kann ihm helfen? Vielleicht Dorie, ein unter Amnesie leidender Plattendoktorfisch, oder drei vegetarische Haie, vielleicht aber auch Schildkröten oder ein Pelikan – oder doch ein Wal? Derweil versucht Nemo selbst, aus dem Aquarium auszubrechen – zusammen mit seinen Freunden aus dem Aquarium.


Ich und der Film

Einige Passagen kenn ich auf Deutsch in- und auswendig. Das liegt daran, dass sie im Computerspiel ständig vorkamen. Findet Nemo war einer meiner ersten DVDs, die ich bekommen habe, und dementsprechend wurde er auch oft geschaut, heute zum ersten Mal auf Englisch.

Von der Grafik her muss ich noch immer den Hut ziehen. So real, wie es vielleicht heute möglich wäre, ist der Film zwar nicht, doch er ist noch immer in sich stimmig animiert. Die Fische sehen durchaus real aus, das Schattenspiel ist richtig gut und wenn ich bedenke, welche Filme ähnlich alt sind, muss ich sagen: Hut ab vor dieser Leistung! Natürlich sieht man es, dass der Film nicht ganz neu ist, aber trotzdem ist er richtig gut gemacht!

Die Story ist meiner Meinung nach eine der schönsten, schließlich geht es ja um die unerschütterliche Liebe eines Vaters zu seinem Sohn. Die Abenteuer, die er erlebt, sind witzig und abwechslungsreich – mal ehrlich, so viele Charaktere wie in diesem Film kommen meistens nicht in Animationsfilmen vor! Dorie ist einfach der Hammer mit ihrem Gedächtnisschwund und man leidet echt mit ihr mit manchmal und denkt sich: die Arme! Aber sie ist ein so toller und witziger Charakter und ganz gegensätzlich zu Marlin, der vor allem Angst hat, dass man sie einfach mögen muss. Auch die Fische im Aquarium des Zahnarztes sind echt cool – sie alle sind insgeheim studierte Zahnärzte – und jeder hat seine verrückten Eigenheiten. Auch wenn es echt schwer ist, sich so viele Namen zu merken, kann man sie trotzdem wiedererkennen, weil sie alle so einzigartig sind.

Sprachlich ist der Film im Deutschen sehr gut besetzt mit Anke Engelke (die ich richtig toll in ihrer Rolle als Dorie finde!) und Christian Tramitz als Marlin. So viele unterschiedliche Stimmen wie in Findet Nemo gibt es in kaum einem Animationsfilm.


Schlussplädoyer

Findet Nemo ist noch von der alten Schule, als Animationsfilme noch eine Seltenheit waren, und ein richtig toller Kinderfilm. Er ist nicht brutal und gruselig wie Taran und der Zauberkessel oder gesellschaftskritisch wie Zoomania, sondern einfach nur ein toller Film, der einem zeigen möchte, wie toll Familie eigentlich sein kann und dass man manchmal über seinen eigenen Schatten springen muss.

Liebe Grüße und Hakuna Matata

Isabella